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Kreuzfahrtschiff kollidiert in den Niederlanden mit Frachter – Dutzende Ostschweizer Passagiere an Bord

Ein von Thurgau Travel gechartertes Kreuzfahrtschiff ist im niederländischen Nimwegen mit einem Frachtschiff zusammengestossen. Auf dem Schiff befanden sich Dutzende Ostschweizer Passagiere. Die meisten kamen jedoch mit dem Schrecken davon. Eine Person wurde leicht verletzt.
(sda)

Zum Zeitpunkt des Unglücks, das sich in der Nacht um 3.45 Uhr ereignete, befanden sich 160 Schweizer Passagiere – davon rund zwei Drittel aus der Ostschweiz – und 42 Besatzungsmitglieder an Bord der MS Edelweiss. Wie der Inhaber von Thurgau Travel, Hans Kaufmann, gegenüber «FM1Today» sagt, habe sein Unternehmen das Kreuzfahrtschiff MS Edelweiss für das ganze Jahr von der Reederei Scylla mit Sitz in Baar ZG gechartert. In dieser Nacht war das Passagierschiff auf dem Weg nach Rotterdam.

Das Schweizer Passagierschiff MS Edelweiss prallte gegen vier Uhr gegen das mit Autos beladene Frachtschiff. (NLTimes/Twitter)

Das Schweizer Passagierschiff MS Edelweiss prallte gegen vier Uhr gegen das mit Autos beladene Frachtschiff. (NLTimes/Twitter)

Eine Person leicht verletzt

Die beiden Schiffe stiessen auf der Waal unter einer Eisenbahnbrücke frontal zusammen. Die Kollision beschädigte die Brücke stark. Die Ursache der Kollision ist derzeit noch nicht bekannt. Die Behörden untersuchen den Vorfall. Im Rumpf des Passagierschiffes brach wegen des Zusammenstosses ein kleines Feuer aus, das aber rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Rettungsdienste vor Ort brachten die Passagiere vorsorglich an Land. «Die Passagiere sind erschrocken, aber wohlauf», teilten die Sicherheitsdienste auf Twitter mit. Thurgau Travel teilte mit, eine Person habe leichte Verletzungen erlitten und sei sicherheitshalber für Abklärungen ins Spital gebracht worden. Auf dem mit Autos beladenen Frachtschiff, das mit der MS Edelweiss zusammenprallte, befanden sich zwei Personen. Es konnte ohne Hilfe zum Dock fahren.

Weiterreise mit anderem Schiff

Ein weiteres Schiff der Scylla-Flotte nahm 148 der 160 in Nimwegen gestrandeten Gäste auf. Sie konnten ihre Reise fortsetzen. «Zehn Leute haben entschieden, heimzufliegen. Alle anderen sind geblieben», sagt Hans Kaufmann. Beim Thurgau-Travel-Inhaber sitzt der Schock tief: «Ich bin schon 35 Jahre im Geschäft und bislang mussten wir noch nie unseren Krisenstab einsetzen.»

Zweiter Unfall in vier Monaten

Die MS Edelweiss ist 2013 gebaut worden. Sie ist 110 Meter lang und 11,4 Meter breit. Sie verkehrt auf dem Rhein unter anderem von Basel nach Amsterdam, wie es auf der Internet-Seite der Reederei Scylla heisst. Sie besitzt 23 Flusskreuzfahrtschiffe.

Bereits am 26. Dezember 2017 war es zu einem Unfall mit einem Schiff der Scylla-Gruppe gekommen. Die Swiss Crystal war damals nahe Duisburg mit einem Brückenpfeiler kollidiert. 25 Personen wurden dabei verletzt.

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