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Der Thurgauer Tierschützer Erwin Kessler ist mit Anzeige gegen einen Journalisten wegen übler Nachrede abgeblitzt

Ein Journalist war vom Thurgauer Tierschützer Erwin Kessler angezeigt worden. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren nun eingestellt. Es ist die zweite Niederlage für Kessler in der gleichen Sachen.
Tierschützer Erwin Kessler. (Bild: Reto Martin)

Tierschützer Erwin Kessler. (Bild: Reto Martin)

(chm) Die St. Galler Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen Pascal Hollenstein, den Publizistischen Leiter von CH Media, zu dem auch das «St. Galler Tagblatt» und die «Thurgauer Zeitung» gehören, eingestellt. Hollenstein war vom Thurgauer Tierschützer Erwin Kessler wegen übler Nachrede angezeigt worden. Die Einstellung des Verfahrens kommt einem Freispruch gleich.

Kessler hatte sich an einem Artikel gestört, den Hollenstein über ein Verfahren vor Bezirksgericht Winterthur geschrieben hatte. Auf eine Strafanzeige Kesslers hin hatte das Gericht zu beurteilen, ob eine Grünen-Politikerin sich der mehrfachen üblen Nachrede schuldig gemacht habe, weil sie einen Facebook-Text verlinkt hatte, in dem Kessler als «Nazi» und «Antisemit» bezeichnet wird. In den Augen des Gerichts war das aber zulässig und die Grünen-Politikerin wurde freigesprochen.

Das «St. Galler Tagblatt» und die «Thurgauer Zeitung» berichteten sowohl online als auch im Print über das bemerkenswerte Urteil. Kessler inkriminierte dabei, die Titel erweckten den Eindruck, er sei tatsächlich ein Antisemit und Nazi oder dürfe von jedermann so genannt werden. Dies sei üble Nachrede.

Weiteres Verfahren im Thurgau hängig

Die Staatsanwaltschaft St. Gallen kommt nun zu einem anderen Schluss. Titel, Untertitel und Lauftext fassten das konkrete Gerichtsurteil korrekt zusammen und würden auch vom Durchschnittsleser nicht falsch verstanden. Die Staatsanwaltschaft hatte das Verfahren gegen Hollenstein in einem ersten Schritt wegen offensichtlicher Straflosigkeit zunächst gar nicht eröffnet, wogegen Kessler Beschwerde führte.

Die nun erfolgte Einstellung ist noch nicht rechtskräftig. Auch hier steht Kessler der Beschwerdeweg offen. Ein weiteres Verfahren in gleicher Sache liegt derzeit beim Thurgauer Obergericht, nachdem auch das Bezirksgericht Münchwilen Hollenstein Recht gegeben hatte.

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