Konstanz
Schlägereien, Diebstahl, brennende Barstühle: Polizei löst nach Ausschreitungen Party mit 500 Personen auf – und nimmt zwei Männer fest

Auf Klein Venedig haben am vergangenen Wochenende bis zu 500 Personen gefeiert. Nachdem die Party ausartete, hat die Polizei gegen den Grossteil der Gäste Platzverweise ausgesprochen und musste in wenigen Fällen sogar Gewalt anwenden.

Redaktion Südkurier Jetzt kommentieren
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Aggressive Stimmung auf Klein Venedig - die Polizei musste erneut einschreiten.

Aggressive Stimmung auf Klein Venedig - die Polizei musste erneut einschreiten.

Symbolbild / Bild: Andrea Stalder

Die Polizei hatte am Wochenende erneut viel zu tun auf Klein Venedig. Wie sie in ihrem Pressebericht schreibt, haben sich am Freitagabend bis zu 500 Personen auf dem Gelände versammelt und sich aggressiv auch gegenüber den Beamten verhalten.

Bereits gegen 23:30 Uhr seien erste Schlägereien gemeldet worden. Ein Jugendlicher habe mit dem Fuss gegen den Kopf einer Person getreten. Die Beamten nahmen den Jugendlichen fest, ebenso drei weitere Personen nach anschliessenden Auseinandersetzungen. Mehrere Feiernde hätten sich bei der Polizei gemeldet, weil ihnen Handtaschen und Handys gestohlen worden seien. Nach Hinweisen nahmen die Polizisten zwei Männer fest, die aufgrund ihres Aufenthaltsstatus in der Schweiz illegal nach Deutschland gereist seien, heisst es in der Pressemitteilung. Sie hätten einer Gruppierung angehört, die Angaben einer Bestohlenen zufolge mehrere Frauen sexuell belästigt haben sollen. Es hätten sich allerdings keine Opfer bei der Polizei gemeldet, erklärt diese. Andernfalls könnten sich diese unter Telefonnummer (0¦75¦31) 995-0 melden.

Gegen 1:15 Uhr hätten mehrere Unbekannte Stühle der Strandbar in Brand gesetzt. Die Feuerwehr habe die Flammen gelöscht. Da die Stimmung im weiteren Verlauf immer aggressiver geworden sei und es zu Solidarisierungsaktionen gegen Polizeibeamte gekommen sei, hätten die Beamten das Gelände geräumt. Es seien gegen rund 300 Personen Platzverweise ausgesprochen worden. Um diese durchzusetzen, hätten die Beamten in zehn Fällen selbst körperliche Gewalt anwenden müssen, erklärte das Präsidium. Ein Polizeibeamter wurde bei einem tätlichen Angriff leicht verletzt.

Am Wochenende zuvor lautete die Bilanz der Polizei nach ihrer Arbeit auf Klein Venedig: sieben gefährliche Körperverletzungen, mehrere Diebstähle und Drogendelikte. In der vergangenen Woche fragte Dieter Popp, Sprecher der Polizei: «War das eine einmalige Geschichte – oder wiederholt es sich?» Diese Frage ist nun beantwortet.

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