Konkursverfahren eingestellt: Die Kradolfer Hundeboxenfirma Alumax hat kein Geld mehr

Es gibt nichts mehr zu holen bei der Alumax in Kradolf. Das Konkursverfahren gegen den Hundeboxenhersteller ist eingestellt. Für die geprellten Kundinnen und Kunden wird es damit noch schwieriger, ihr Geld zurückzuerhalten.

Stefan Marolf
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Wenigstens haben sie eine: Zwei Englische Setter in ihrer Hundebox.

Wenigstens haben sie eine: Zwei Englische Setter in ihrer Hundebox.

Symbolbild: Getty

Das Konkursverfahren gegen den Hundeboxenhersteller Alumax GmbH aus Kradolf ist mit Entscheid des Bezirksgerichts Weinfelden vom 21. August eingestellt worden. Die Firma hatte dutzenden Kundinnen und Kunden Hundeboxen über das Internet verkauft, per Vorauskasse das Geld eingezogen und die bestellte Ware dann nicht ausgeliefert.

Auf Anfrage schreibt Dominik Angst vom Konkursamt Thurgau:

«Die Einstellung des Konkursverfahrens mangels Aktiven bedeutet, dass die Verfahrenskosten nicht gedeckt werden können.»

Im Moment läuft eine Frist bis 10. September. Innerhalb dieser Frist können alle Leute, denen die Alumax GmbH Geld schuldet, theoretisch einen Kostenvorschuss von 6'000 Franken einzahlen und so ein Konkursverfahren erzwingen. Weil bei der Alumax aber nichts mehr zu holen ist, lohnt sich dieser Schritt nicht. Der Konkursverwalter Dominik Angst sagt:

«Kein Gläubiger wird von der Alumax sein Geld zurückerhalten.»

Die Firma wird in den nächsten Monaten aus dem Handelsregister gelöscht – für den Ex-Chef hat die Einstellung des Verfahrens keine unmittelbaren Folgen.

Kundinnen und Kunden, die weiter gegen ihn vorgehen wollen und immer noch auf ihr Geld hoffen, bleibt nur der strafrechtliche Weg und damit eine Anzeige gegen den ehemaligen Firmeninhaber.