Kommentar zum Budget 2019 der Stadt Frauenfeld: Den Fünfer oder s'Weggli?

TZ-Redaktor Mathias Frei ist der Meinung, dass der Frauenfelder Gemeinderat Farbe bekennen muss zu den finanzpolitischen Plänen des Stadtrats.

Mathias Frei
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Mathias Frei, Redaktion Thurgauer Zeitung, Frauenfeld

Mathias Frei, Redaktion Thurgauer Zeitung, Frauenfeld

Das Schreckengespenst einer Steuerfusserhöhung wird für die Stadt zur Realität. Und pünktlich zu Halloween wird’s noch grausiger. Denn bis 2022 könnte sich das städtische Nettovermögen in eine Nettoschuld verwandeln. Keiner zahlt gern mehr Steuern. Und Schulden zu machen, ist noch unbeliebter. Man habe lange um den Entscheid gerungen, sagt der Stadtpräsident, aber eine Steuerfusserhöhung letztlich für unumgänglich befunden. Das letzte Wort in dieser Sache hat aber der Gemeinderat. Die Stadtparlamentarier müssen Farbe bekennen. Tragen sie die Steuerfusserhöhung mit, die zusammen mit dem stadträtlichen Projekt Balance den Finanzhaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen soll? Oder verzichten sie lieber auf den Hallenbad-Neubau und die zentrumsnahe Stadtentlastung? Denn weiterhin stark investieren und zugleich jedes Jahr ein strukturelles Defizit schreiben, das funktioniert nicht. Entweder gibt’s den Fünfer oder s’Weggli.