Kommentar
Ersatzwahl in die Thurgauer Regierung: Die Departemente werden erst 2024 neu verteilt

Die Wahl des Arboner Stadtpräsidenten und Mitte-Kantonsrats Dominik Diezi in den Thurgauer Regierungsrat war von vornherein klar. Nun ist es amtlich: Das Thurgauer Stimmvolk bekommt Dominik Diezi.

Hans Suter
Hans Suter
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Der neu zusammengesetzte Regierungsrat des Kantons Thurgau (v.l.): Staatsschreiber Paul Roth, Walter Schönholzer, Cornelia Komposch, Regierungspräsidentin Monika Knill, Urs Martin und der frisch gewählte Dominik Diezi.

Der neu zusammengesetzte Regierungsrat des Kantons Thurgau (v.l.): Staatsschreiber Paul Roth, Walter Schönholzer, Cornelia Komposch, Regierungspräsidentin Monika Knill, Urs Martin und der frisch gewählte Dominik Diezi.

Bild: Reto Martin

Es war ein Wahlkampf ohne Spannung – aber auch ohne Verspannung. Von links bis rechts wurde der Mitte-Politiker Dominik Diezi als versiert, dossiersicher, integer, aufmerksam, lösungsorientiert und umgänglich gelobt. Einen anerkannten Leistungsausweis hat der Jurist als Richter, Arboner Stadtpräsident und Kantonsrat. Das Glanzresultat beim Wahlgang vom Sonntag war somit keine Überraschung.

Hans Suter

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Bild: PD

Ebenso wenig überraschend war, dass es keine Gegenkandidatur gab. Niemand getraute sich, gegen Diezi als Person anzutreten. Wer mag schon als sicherer Verlierer in den Ring steigen? Damit war der frei werdende Mitte-Sitz im Regierungsrat en passant gesichert.

Nun beginnt das Rätseln, ob Diezi das frei werdende Baudepartement von Parteikollegin Carmen Haag übernehmen «muss». Aller Voraussicht nach dürften die Karten erst bei den Erneuerungswahlen 2024 neu gemischt werden.