Koffeingummibärli helfen einem Tägerscher und einem Egelshofer bei einem Extremradrennen

Der Tägerscher Roman Hablützel startet mit dem Egelshofer Andi Pfister an der Tortour 2019.

Christoph Heer
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Andi Pfister und Roman Hablützel sind in der letzten Vorbereitungsphase, ehe es am 15. August an den Start der geht.Bild: Christoph Heer

Andi Pfister und Roman Hablützel sind in der letzten Vorbereitungsphase, ehe es am 15. August an den Start der geht.Bild: Christoph Heer

Christoph Heer

Dieses Velorennen fordert seinen Teilnehmern alles ab: Die Tortour ist der grösste mehrtägige Nonstop-Ultracycling-Event der Welt. Das Rennen startet und endet in Schaffhausen. In lediglich zwei Tagen ist eine 1000 Kilometer lange Nonstop-Rennstrecke über mehrere Alpenpässe rund um die Schweiz zu meistern – Tag und Nacht und das alleine, im Zweier-, Vierer- oder Sechserteam.

Das harte, schweisstreibende Abenteuer verspricht unvergessliche Emotionen und ein einzigartiges Rad-Erlebnis. Das wissen Roman Hablützel (26) aus Tägerschen und sein Partner Andi Pfister (29) aus Egelshofen bei Märstetten. Die beiden starten nicht zum ersten Mal, jedoch ist es für beide die Premiere in einem Zweierteam.

«Das stimmt», sagt Hablützel. «In einem Viererteam haben wir schon erste Erfahrungen gesammelt, jetzt wird es aber zu zweit um ein Vielfaches schwieriger und härter.» Die beiden Dachdecker stecken momentan in den letzten Vorbereitungen zur Tortour, die – und das sind sich die beiden bewusst – eine Tortur werden wird. «Auf diesen 1000 Kilometern werden wir uns 17-mal ablösen, wobei wir drei Etappen zusammen fahren müssen, und kommen daher pro Fahrer doch auf rund 650 Kilometer.»

«Obwohl wir an der Tortour gegen die Uhr fahren, so stehen doch die Freude am Sport, das Erreichen eines ehrgeizigen Zieles und die Teamarbeit im Vordergrund.»

Unter 40 Stunden bleiben, sei das Minimalziel der beiden. Begleitet werden sie von drei Betreuern in einem Fahrzeug, darin hat es zwei Schlafplätze. Erst kürzlich trainierten Hablützel und Pfister mit einer Tour nach Davos und zurück. «Für diese gut 330 Kilometer lange Strecke brauchten wir eine reine Fahrzeit von etwa elf Stunden und, obwohl wir an der Tortour gegen die Uhr fahren, so stehen doch die Freude am Sport, das Erreichen eines ehrgeizigen Zieles und die Teamarbeit im Vordergrund.» Freunde und Familie stehen hinter den beiden und unterstützen bisweilen, so gut es geht.

Essen vorgekocht 
und vakuumiert

Natürlich steht die richtige Verpflegung am Ursprung eines jeden Erfolges in einer Ausdauersportart. Andi Pfister erklärt dahingehend, dass man das Essen vorgängig selber zubereitet und vakuumiert. «So müssen wir es nur noch kurz aufwärmen, wenn wir in eine unserer voraussichtlich zwei- bis dreistündigen Fahrpause kommen», sagt Andi Pfister. «Geschnetzeltes ist bei uns sehr beliebt, aber auf dem Rad selber ist es natürlich geeignete Sportlernahrung, die wir zu uns nehmen.» Roman Hablützel fügt an, dass wohl auch der Verbrauch von Koffeingummibärli eher gross sein wird.

Hinweis
Wer die beiden Hobbysportler unterstützen will, kann das unter: www.ibelieveinyou.ch – im Suchfeld Roman Hablützel oder Andreas Pfister eingeben.