Abstimmung
Knapper Sieg für die Jugend aus den Gemeinden Stettfurt, Matzingen und Thundorf

In Stettfurt kann der Gemeinderat Land für einen Jugendtreff kaufen. Die Primarschule erhält 1,3 Millionen für Sanierungen bewilligt.

Olaf Kühne
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Auf dem Parkplatz der Badi Am Sonnenberg entsteht nächstes Jahr der gemeinsame Jugendtreff der Gemeinden Stettfurt, Matzingen und Thundorf.

Auf dem Parkplatz der Badi Am Sonnenberg entsteht nächstes Jahr der gemeinsame Jugendtreff der Gemeinden Stettfurt, Matzingen und Thundorf.

Bild: Olaf Kühne

Ein Selbstläufer war der Abstimmungssonntag in Stettfurt nicht. Anstelle der coronabedingt abgesagten Gemeindeversammlung waren die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an die Urne gerufen worden – und sie machten davon Gebrauch. 43 Prozent der Stimmberechtigten äusserten sich zu den Vorlagen des Gemeinderates.

370'000 Franken hatte dieser beantragt, um künftig neben dem Freibad «Am Sonnenberg» gemeinsam mit den Nachbargemeinden Matzingen und Thundorf einen Jugendtreff betreiben zu können. 298'000 Franken aus dem Kreditantrag sind für den Erwerb von 2022 Quadratmetern Land vorgesehen, der Rest ist für eine Teilerschliessung der Parzelle mit Werkleitungen eingeplant. Obwohl der neue Treff aus einem bereits vor drei Jahren anlässlich einer Zukunftskonferenz der drei involvierten Gemeinden geäusserten Wunsch der Jugend entstanden war und später in einem Workshop mit überwiegend erwachsenen Teilnehmern konkretisiert wurde, stimmten am Sonntag nur gerade 54 Prozent der Stettfurter dem Anliegen zu.

Nichtsdestotrotz ist der Jugendtreff nun unter Dach und Fach und soll voraussichtlich im Spätsommer 2021 in Wohncontainern seinen Betrieb aufnehmen. Begleitet wird er von einer Sozialarbeiterin mit 50 bis 70 Stellenprozenten. Deren Lohn, wie überhaupt die Kosten für den ganzen Jugendtreff, teilen sich die drei Gemeinden anhand ihrer jeweiligen Einwohnerzahlen.

Weitaus klarer war hingegen die Zustimmung zum Budget der politischen Gemeinde. 90 Prozent segneten den Haushalt mit einem kleinen Überschuss von 1740 Franken sowie den gleichbleibenden Steuerfuss von 48 Prozent ab.

Drei Liegenschaften sanierungsbedürftig

Überzeugen konnte ihre Stimmbürger auch die Behörde der Primarschulgemeinde. Hier lag die Stimmbeteiligung mit 40 Prozent zwar leicht tiefer, hingegen ging es um weit mehr Geld: 1,3 Millionen Franken hatte die Primarschulbehörde beantragt, um eine ellenlange Mängelliste in gleich drei Liegenschaften abzuarbeiten. Während das Schulbudget 89 Prozent Ja-Stimmen ernten konnte, stellten sich am Sonntag 69 Prozent hinter die Gesamtrenovation. So kann die Primarschulbehörde nun unter anderem das Gemeindezentrum für das geforderte Brandschutzkonzept, ein neues Evakuierungskonzept und weitere Sicherheitsbestimmungen fit machen. Schulpräsident Roland Keller schätzt, dass vom Kredit rund 700'000 bis 800'000 Franken auf die zwingende und überfällige Umsetzung von kantonalen Auflagen entfallen.

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