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Klinik Schloss Mammern befindet sich auf Ausbaukurs

Die Kapazität der Klinik Schloss Mammern stösst an ihre Grenzen. Das Konzept für 34 neue Zimmer erfordert aber einen Gestaltungsplan, der am Dienstagabend ohne kritische Stimmen der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Zudem präsentierte die politische Gemeinde die Zahlen zur Rechnung 2017, die wesentlich besser abschloss als vorgesehen.
Margrith Pfister-Kübler
Die Visualisierung zeigt den zusätzlich geplanten Bettentrakt. (Bild: PD/Ryf Partner Architekten AG)

Die Visualisierung zeigt den zusätzlich geplanten Bettentrakt. (Bild: PD/Ryf Partner Architekten AG)

Das Bauprojekt offenbart bereits im Entwurf Noblesse. Dies zeigten Reaktionen einzelner Besucher an der öffentlichen Orientierung zum Gestaltungsplan der Klink Schloss Mammern in der Mehrzweckhalle am Mittwochabend. Unterschiede im Verständnis und der Deutung wurden keine ausgelegt. Nachgefragt wurde einzig nach der Kostenhöhe, genügend Parkplätzen und nach der Grundwassersicherheit.

Bettentrakt, Eingangsgebäude und Parkhof

Anita Dähler, Rechtsanwältin und frühere Gemeindepräsidentin, Architekt Alain Roserens, Klinik-Chefärztin Annemarie Fleisch Marx und Gemeindepräsident Hansjörg Lang begutachten das Modell des Siegers aus dem Projektwettbewerb. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Anita Dähler, Rechtsanwältin und frühere Gemeindepräsidentin, Architekt Alain Roserens, Klinik-Chefärztin Annemarie Fleisch Marx und Gemeindepräsident Hansjörg Lang begutachten das Modell des Siegers aus dem Projektwettbewerb. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Es geht um ein sensibles Gebiet mit Park, See und geschützten Bauten, eine Anlage, die über Jahrhunderte gewachsen ist und nun ergänzt werden soll, so definiert, dass auch für die nächste Generation noch Luft bleibt. Zu den budgetierten Kosten gab Chefärztin Annemarie Fleisch Marx keine Auskunft. Geplant ist ein neuer langer Parkflügel mit Bettentrakt für 34 neue Zimmer mit Seeblick, ein neues Eingangsgebäude, ein neuer Parkhof, ein neuer Speisesaal mit Blick direkt auf See und Park und weitere Details. Gemeinderat und Bau-Chef Ueli Meier erklärte: «Diese Bauten gehen weit übers Baureglement hinaus. Die Erstellung eines eigenen Gestaltungsplans war deshalb unausweichlich.» Dieser Gestaltungsplan, versehen mit Anpassungen, wird nun an den Kanton weitergeleitet und ist zudem auf der Internetseite der Gemeinde aufgeschaltet. «Wir hoffen, dass der Kanton schnell grünes Licht gibt», sagte Meier.

«Ein so grosses Projekt hatten wir noch nie.»
Annemarie Fleisch Marx, Chefärztin der Klinik Schloss Mammern

Chefärztin Fleisch Marx erklärte: «Wir hatten noch nie ein so grosses Projekt.» Der Auslöser für die Planung war die konstant gute Bettenbelegung. Seit 2012 wirken sich die vermehrten Zuweisungen aus den Akutspitälern aus. Stosse die Aufnahmekapazität an Grenzen, führen Absagen zu Verärgerungen, sagte die Chefärztin. Der Beliebtheit der Klinik soll nun mit dem Ausbau zukunftsgerichtet Rechnung getragen werden.

Auf eine Dauer von 20 bis 30 Jahren ausgelegt

Für die Planungen wurde kein Aufwand gescheut. Ein Masterplan, eine Machbarkeitsstudie und ein Architekturwettbewerb wurden durchgeführt. Unterstützt wurde die Klinikleitung bei den Projekten durch den ehemaligen Kantonsbaumeister Markus Friedli. Der Gestaltungsplan wurde durch Marc Ryf von Ryf Partner Architekten AG Zürich in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat ausgearbeitet. Ryf wies auf die Sonderbauvorschriften hin, quasi die Differenz zur Regelbauweise. Gestaltungspläne sind in der Regel auf 20 bis 30 Jahre ausgelegt. Der aktuelle Gestaltungsplan wurde gezielt auf das Projekt hin ausgearbeitet. «Der Gestaltungsplan ist jetzt die Basis für das Bauprojekt», betonte Alain Roserens vom Büro Baumann Roserens Architekten Zürich, das den Wettbewerb gewonnen hat.

Besonders gefiel dem Publikum die Tannzapfenstruktur des Neubaus, die aus jedem Zimmer den Blick auf Park und See bietet. Von 20 Architekten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich wurden letztlich sieben zum Wettbewerb zugelassen. Drei Projekte kamen in die engere Wahl. «Alle waren auf sehr hohem Niveau», sagte Ryf.

Gemeinde hat Geld zum Verteilen

Nach dem Infoabend ist vor der Gemeindeversammlung zur letztjährigen Rechnung. Die Politische Gemeinde hat einen Verlust von knapp 61'000 Franken budgetiert. Die Rechnung hat jedoch einen Gewinn von über 640'000 Franken gebracht, die Gemeindepräsident Hansjörg Lang den 58 anwesenden Stimmberechtigten präsentierte. «Wir hatten ein ausserordentlich gutes Jahr, es gibt viel Geld zum Verteilen. Das wird sich wohl nicht mehr wiederholen», sagte Lang zur Eröffnung am Mittwoch.

Ausführlich leitete Lang durch die einzelnen Budgetposten, weil dies so gewünscht worden war, «Seite um Seite.» Der Gewinn lässt sich auf unvorhersehbare, in diesem Ausmass vermutlich einmalig höhere Steuereinnahmen aus früheren Jahren sowie auf unregelmässig anfallende Grundstückgewinnsteuern zurückführen. Die Gewinnverwendung wurde wie folgt vorgenommen: 300'000 Franken fliessen in die Vorfinanzierung der Badi, 100'000 Franken in diejenige der Sanierung der Kugelfänge. «Wir müssen den Schiesswall entsorgen», sagte Lang. Die Kosten belaufen sich auf total 400'000 Franken, vom Bund gebe es 64'000 Franken, der Rest verteile sich auf die Feldschützengesellschaft, den Kanton und die Gemeinde. Die Gewinnverwendung erlaubt zusätzliche Abschreibungen bei Unterflurcontainern, beim Trockenplatz für Jollen, beim Bootsplatz, beim Schulhaus, bei der Urnenwand Friedhof. Rund 36000 Franken kommen ins Eigenkapital-Kässeli. Einstimmig wurde die Rechnung sowie die Gewinnverteilung bewilligt.

Gemeinderätin Monika Ribi Bichsel informierte über die Primarschule, die derzeit 64 Schüler unterrichtet. Schulleiterin Manuela Bärtsch gab Einblick in den Schulalltag. Stolz sei sie darauf, dass Mammern eine von sechs Pilotschulen in der Deutschschweiz für das drei Jahre dauernde Projekt «Lernen sichtbar machen» ist. Verabschiedet wurde mit viel Lob und einem Gutschein Gemeinderat Marco Küng, der acht Jahre als «grünes Gewissen» viel bewegte. Mit 56 Ja-Stimmen wurde das Ehepaar Krasniqi mit zwei Töchtern, kosovarische Staatsangehörige, eingebürgert. (kü)

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