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Hackbrett mit Hosenträgern: Das Duo Sarian aus der Region Frauenfeld hat sich fürs Finale des Kleinen Prix Walo qualifiziert

Nicolas Senn hat sie inspririert. Nun spielt das Duo Sarian aus der Region Frauenfeld 1.Dezember im aargauischen Birr am Finale des Prix-Walo-Sprungbretts.
Mathias Frei
An der Vorausscheidung des Prix-Walo-Sprungbretts in Schwyz: das Duo Sarian mit Florian Iseli und Samuel Aeschbacher. (Bild: PD)

An der Vorausscheidung des Prix-Walo-Sprungbretts in Schwyz: das Duo Sarian mit Florian Iseli und Samuel Aeschbacher. (Bild: PD)

Der Prix Walo war ihnen bis vor nicht allzu langer Zeit kein Begriff. Nun stehen Samuel Aeschbacher und Florian Iseli mit ihren Appenzeller Hackbrettern im Finale des Kleinen Prix Walo, dem sogenannten Prix-Walo-Sprungbrett. Aeschbacher sagt:

«Das ist unser bisher grösster Erfolg als Duo Sarian.»

Der 18-jährige Elektroinstallateur-Lehrling aus Warth-Weiningen ist die eine Hälfte des Duos, das nun am 1.Dezember im aargauischen Birr um den Kleinen Prix Walo in der Kategorie «Volksmusik instrumental» spielen kann. «Sa» steht für Samuel, «rian» kommt von Florian. Der 20-Jährige aus Bethelhausen bei Islikon befindet sich in der Landwirte-Ausbildung.

Die wichtigste Auszeichnung der Schweizer Unterhaltungsbranche

Rang und Namen in der Schweizer Unterhaltungsbranche hat man erst, wenn man Prix-Walo-Preisträger ist. Der 1970 erstmals verliehene Prix Walo gilt als wichtigste Auszeichnung in diesem Bereich. Nebst Sparten-Prix-Walos, die von Jahr zu Jahr variieren, gibt es den renommierten Ehren-Prix-Walo, den Publikumsliebling und den Kleinen Prix Walo für den Gewinner des Sprungbretts. Benannt ist der Preis nach dem Orchesterleiter Walo Linder. Bis 1980 hiess der Preis Goldener Tell. Organisator ist der Verein Showszene Schweiz mit Monika Kälin als Präsidentin. (ma)

www.prixwalo.ch

Vergangenen Sonntag in Schwyz an der letzten von vier Vorausscheidungen für das diesjährige Sprungbrett-Finale gelang dem Duo Sarian ein guter Auftritt in ihrer Kategorie. Zwar sollte es an der von Volksmusik-Koryphäe Sepp Trütsch moderierten Veranstaltung nicht zum Tagessieg reichen. Aber als punktebeste Formation nach den vier Tagessiegern konnten sich die jungen Thurgauer qualifizieren.

Ein Quöllfrisch zum «Bröckli Appezöller Chääs»

Zwei Stücken gaben Aeschbacher und Iseli in Schwyz zum Besten, zuerst «Quöllfrisch», dann «Es wörzigs Bröckli Appezöller Chääs». In Jeans, T-Shirt und Edelweiss-Hosenträgern zauberten sie mit ihren Fingern.

«Es ist wichtig, dass man seine Finger aufwärmt und sich vor einem Auftritt einspielt.»

Das sagt Aeschbacher. Aber es sei auch Kopfsache. «Man muss höchst konzentriert sein.» Jeans würden sie tragen, um zu zeigen, dass sie nicht von gestern seien. Die Edelweiss-Hosenträger gehören zum traditionellen Schweizer Liedgut, das sie spielen. «Und weil es frech aussieht», meint der angehende Elektroinstallateur. Mit dem Hackbrett könne man aber nicht nur Ländler spielen.

«AC/DC ist ebenso möglich. Wir haben schon Mozart gespielt. Und Nicolas Senn stand schon mit Bligg auf der Bühne.»

Apropos Nicolas Senn: Der bekannte Thurgauer Hackbrettspieler, der auf SRF 1 die Fernsehsendung «Potzmusig» moderiert, ist indirekt schuld am Erfolg des Duo Sarian. «Ich war in der dritten Primar, als er in einer Fernsehshow auftrat. Da wusste ich, dass ich Hackbrett spielen will. Bei Florian war es ähnlich», erzählt Aeschbacher. Iseli spielt nun seit fünf Jahren, Aeschbacher seit acht. Ihr Duo gründeten sie 2015. Beide gingen bei Erika Peter an der Musikschule Winterthur in den Hackbrettunterricht. «Sie brachte uns damals zusammen und ist heute noch musikalisch prägend für uns.»

Obwohl es das Duo erst seit vier Jahren gibt, resultierte schon zweimal der erste Platz mit Sonderpreis am Thurgauer Musikwettbewerb und ein zweiter Platz am Schweizerischen Musikwettbewerb. Nach der Teilnahme am Folklore-Nachwuchswettbewerb gab es sogar eine Auftrittseinladung von ihrem Vorbild Nicolas Senn ins «Potzmusig».

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