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Klarer Fall in Warth-Weiningen

Katharina Aeschbacher heisst die Nachfolgerin von Werner Müller im Gemeindepräsidium. Mit 400 Stimmen übertrifft sie das absolute Mehr von 267 Stimmen deutlich. Den beiden Herausforderern bleibt die Statistenrolle.
Stefan Hilzinger
Katharina Aeschbacher ist ab Juni Gemeindepräsidentin von Warth-Weiningen. Gross ist die Freude nach der Wahl am Sonntag. (Bild: Reto Martin)

Katharina Aeschbacher ist ab Juni Gemeindepräsidentin von Warth-Weiningen. Gross ist die Freude nach der Wahl am Sonntag. (Bild: Reto Martin)

Kurz nach halb eins am Sonntag macht Gemeindepräsident Hans Müller seine Drohung wahr. «Ich habe Dir ja gesagt, dass ich Dich diese Woche küssen werde», und schon umarmt er mit einem Glas Weissen in der Hand seine künftige Nachfolgerin Katharina Aeschbacher und gratuliert ihr zur Wahl. Aeschbacher wird per 1. Juni kommenden Jahres neue Gemeindepräsidentin von Warth-Weiningen.

Das Verdikt des ersten Wahlganges in den Thurgauer Gemeinden mit dem tiefsten Steuerfuss ist deutlich: Von den 533 massgeblichen Stimmen holt Aeschbacher 400. Die beiden Herausforderer Tim Riebli und Thomas Hofmann müssen sich mit 84 respektive 33 Stimmen zufriedengeben (siehe Tabelle). Erfreut zeigt sich Gemeindepräsident Müller nicht nur über die Deutlichkeit der Wahl, sondern auch über die Stimmbeteiligung: Die liegt bei stolzen 64 Prozent.

«Ich bin überwältigt vom Resultat»,

sagt Aeschbacher. Kurz zuvor war den Kandidaten noch die Anspannung ins Gesicht geschrieben. Entsprechend gelöst zeigen sie sich beim Apéro nach Bekanntgabe der Zahlen im Gemeindehaus in Warth. Die fünftägige Frist, um eine Wahl allenfalls abzulehnen, nimmt sie nicht in Anspruch. «Ich habe einen grossen Auftrag erhalten, den ich nun mit Freude annehme», sagt die gelernte Sozialpädagogin. Sie dankt den Herausforderern, dass sie sich zur Verfügung gestellt und eine Auswahl ermöglicht haben. «Denn das braucht Mut».

Jetzt drei Vakanzen im Gemeinderat

Warth-Weiningen hatte die Wahl für das Gemeindepräsidium vorgezogen. Die Gesamterneuerungswahl für die weiteren sechs Mitglieder des Gemeinderates findet am 10. Februar statt. Da die Gemeinderäte Andreas Schlatter und Willi Simic nicht mehr antreten, und weil Aeschbacher ab Juni Präsidentin wird, gibt es drei Vakanzen zu besetzen. «Die Frist für die Eingabe von Kandidaturen läuft noch bis 17. Dezember», ruft Gemeindepräsident Müller den Gästen des Wahlapéros in Erinnerung.

Suche nach Nachfolger gestaltet sich schwierig

Hans Müller ist seit 2011 als Nachfolger von Max Arnold Gemeindepräsident von Warth-Weiningen. Er tritt bei den Gesamterneuerungswahlen nicht mehr an. Die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger gestaltete sich schwierig. Noch im September waren keine Kandidaturen bekannt.

Bis zum offiziellen Eingabetermin am 1. Oktober reichte einzig Sicherheitsfachmann Tim Riebli seine Kandidatur ein. Riebli ist seit gut einem Jahr Gemeinderat (Ressort Soziales). Eine Kandidatin zog sich wieder zurück, weil sie die Wohnsitzpflicht für Behördenmitglieder nicht erfüllen konnte. Mitte Oktober wurden dann die Kandidaturen von Aussenseiter Thomas Hofmann sowie von Katharina Aeschbacher bekannt, die seit acht Jahren dem Gemeinderat angehört und das Ressort Kultur und Friedhof leitet.

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