Kirchgemeindeversammlung
Am Sonntag läuten in Wart-Weiningen die Kirchglocken fortan erst um 8 Uhr

Die Kirchenbürger von Evangelisch Warth-Weiningen haben sowohl der Rechnung 2020 als auch dem Budget 2021 zugestimmt. Auch die Änderung des Glockengeläuts findet Zuspruch.

Evi Biedermann
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Die evangelische Kirche Wart-Weiningen.

Die evangelische Kirche Wart-Weiningen.

Bilder: Evi Biedermann

Man kann es als kleines Privileg empfinden, als etwas Besonderes oder als stille Freude: Einer Versammlung beizuwohnen bringt zurzeit ein Stückchen der Normalität zurück, die es seit einem Jahr nicht mehr gibt. 32 Kirchbürger von Warth-Weiningen nutzten am vergangenen Dienstag in der Mehrzweckhalle die Gelegenheit, diesen durch das Coronavirus verloren gegangenen Teil an der Versammlung der evangelischen Kirchgemeinde zu erleben. Auch wenn dabei alle Masken trugen, war im Verlauf des Abends zu spüren, dass der lebendige Dialog über Geschäfte und die Begegnung vor Ort der Gemeinschaft Rückhalt geben und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken. Erstmals durch die Versammlung führte Thomas Bachofner, der vor einem Jahr als Kirchenpräsident gewählt wurde. Ihr erstes Jahr als Behördenmitglied erlebte auch Judith Berliat, die das neue Ressort 60+ betreut.

Die Rechnung 2020 weist einen unerwarteten, aber dennoch nicht ganz überraschenden Gewinn aus. Denn wegen der Epidemie konnten im Geschäftsjahr viel weniger Veranstaltungen durchgeführt werden. Zudem sind vom Kirchenrat 15'000 Franken zugeflossen, budgetiert waren nur 5000 Franken. So kam es, dass anstatt des vorgesehenen Verlusts von rund 42'500 Franken letztlich ein Gewinn von rund 14'300 Franken resultierte. Dieser wird nun dem Eigenkapital zugeführt.

Verlust für das Budget 2022 eingerechnet

Kirchenpräsident Thomas Bachofner.

Kirchenpräsident Thomas Bachofner.

Das Budget 2022 indes rechnet bei gleichbleibendem Steuerfuss von 20 Prozent mit einem Verlust von rund 33'300 Franken. Zum einen, weil weniger Steuereinnahmen erwartet werden, zum andern weil Aufräumarbeiten im Archiv anstehen und das Projekt Heizung in der Kirche im Raum steht. Der budgetierte Verlust lasse sich aber verkraften, sagte Kirchenpräsident Bachofner und begründete es mit dem soliden Eigenkapital von rund 716'000 Franken. Die Versammlung stimmte sowohl der Rechnung wie auch dem Budget zu.

Auch die traktandierte Änderung der Läuteordnung ist angenommen worden. Der Grund dafür sei nicht etwa eine Beschwerde, hatte der Präsident einführend erklärt, sondern ganz einfach der, dass alle vier Jahre der Läutcomputer neu programmiert werden müsse.

«Und das ist nun wieder soweit.»

So wird sich das zweiminütige Morgengeläut von 5.30 Uhr wie folgt verschieben: Werktags auf 6 Uhr, samstags auf 7 Uhr sowie an Sonn- und Festtagen auf 8 Uhr. Eingeläutet werden Sonn- und Festtage neu am Vorabend um 19 Uhr, anstatt wie bisher um 16 Uhr, während das Ausläuten jeweils am Abend um 19 Uhr erfolgen wird. Alle andern Läutzeiten bleiben bestehen.