Frauenfeld
Kirche bringt Osterfeier in die warmen Stuben

Nur jeweils 50 Personen durften die Frauenfelder Festgottesdienste an Ostern in der St. Nikolauskirche besuchen. Dank einer Live-Übertragung konnten Gemeindemitglieder die Feiern aber auch in den eigenen vier Wänden mitverfolgen.

Christine Luley
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Thomas Markus Meier und Hieronimus Kwure segnen vor der St. Nikolauskirche das Osterfeuer.

Thomas Markus Meier und Hieronimus Kwure segnen vor der St. Nikolauskirche das Osterfeuer.

Bild: Christine Luley

Die Pfarrei St. Anna hat dafür gesorgt, dass viele Gläubige trotz der Beschränkungen durch die Coronapandemie die Auferstehung Jesu feiern können. Livestream und Regionalfernsehen LeuTV haben die österliche Liturgie in die warmen Stuben gebracht. Eine Besucherin hat die Osternachtfeier in der katholischen Stadtkirche und anschliessend in den eigenen vier Wänden miterlebt. Um es vorwegzunehmen, der Gottesdienst vor Ort ist stimmungsvoller.

Vor der Frauenfelder St. Nikolauskirche segnen Hieronimus Kwure und Thomas Markus Meier das Osterfeuer und entzünden die Osterkerze. Pandemiebedingt müssen die 50 zugelassenen Besucher in der Kirche warten. «Frohlocket, ihr Chöre der Engel, frohlocket, ihr himmlischen Scharen.» Das von Kantor Beat Oetterli vorgetragene Exsultet, das Osterlob, ist ein alter Text aus dem Jahr 400 und geht unter die Haut.

Der Ostergottesdienst in der St. Nikolauskirche im Livestream.

Der Ostergottesdienst in der St. Nikolauskirche im Livestream.

Bild: Screenshot LeuTV

Zum ersten Mal seit Gründonnerstag läuten alle Kirchenglocken. Der erste Name für das Christentum habe «der Weg» gelautet, sagt Meier in seiner Predigt.

«Ostern hat damit zu tun, den Weg unter die Füsse zu nehmen; damit unser Leben, unsere Spiritualität Wirkung zeigt.»

Weil nicht gesungen werden darf, freuen sich die Besucher umso mehr über die feierlichen Trompeten- und Orgelklänge von Kurt Brunner und Emanuel Helg. Nach der Segnung des Taufwassers besprüht Kwure die Gläubigen als Erinnerung an die eigene Taufe. «Damit wir spritzig unterwegs bleiben und mutig aufbrechen», bekräftigt Meier.