Kinder und Jugendliche aus Uesslingen-Buch und Warth-Weiningen begeben sich auf die Spur von Prophet Elija

40 Kinder und Jugendliche nahmen diese Woche in Uesslingen am Ferienangebot der evangelischen Kirche teil.

Evi Biedermann
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Beeindruckendes Bühnenbild: Feuer und Rauch sind während einer Probe in der Kirche Teil der Aufführung.

Beeindruckendes Bühnenbild: Feuer und Rauch sind während einer Probe in der Kirche Teil der Aufführung.

Bild: Evi Biedermann

Vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse: In diesen Altersstufen haben diese Woche in Uesslingen 40 Kinder am ganztägigen Angebot der evangelischen Kirchgemeinden Uesslingen und Warth-Weinigen teilgenommen.

Gemeinsam mit zwölf Jugendlichen der Oberstufe und einem achtköpfigen Erwachsenenteam folgten sie jeweils am Vormittag der Spur des biblischen Propheten Elija, der im 9. Jahrhundert vor Christus im Nordreich Israel gewirkt hatte und wegen einer von ihm vorausgesagten Dürre mit dem herrschenden König in Konflikt kam.

Szenen einer von Wunder, Kampf und Mut geprägte Geschichte

Etwa zehn der älteren Kinder spielten in der Kirche Szenen der von Wunder, Kampf und Mut geprägten Geschichte nach, während die restlichen das theatrale Geschehen mit staunenden Augen verfolgten. Die Spannung blieb jeden Tag erhalten, denn die Fortsetzung der Geschichte folgte erst am nächsten Tag.

Zur Vertiefung des eben Erlebten ging es anschliessend in verschiedene Gruppenräume, wo entsprechend dem Alter der Kinder unter Anleitung der Jugendlichen gebastelt, gezeichnet, gelesen oder diskutiert wurde. Nach dem gemeinsamen Mittagessen standen weitere, nicht biblische Aktivitäten auf dem Programm.

Ein Stier soll geopfert werden.

Ein Stier soll geopfert werden.

Bild: Evi Biedermann

Eine der Szenen wird am Sonntag in Uesslinger Kirche nochmals aufgeführt. Dora Zimmermann, Hauptverantwortliche der Kindertage, sagte:

«Welche es sein wird, wissen wir noch nicht.»

Lohnen wird es sich alleweil, dem Gottesdienst beizuwohnen. Was die Kinder an einer der Proben vorführten, war beeindruckend.

Eine rundum gelungene Inszenierung mit einleitendem Gesang und Musik, spielfreudigen Akteuren und malerischer Kulisse. Nebst dem Einsatz der Kinder trägt auch das spürbare Engagement des Betreuungsteams viel zum Gelingen bei. Allen voran Claudia Dennenmoser, die Regie führt und zum Verständnis der Geschichte immer wieder Teile davon erzählt. Mit sichtbarem Nachspiel, denn ihre pathetische Stimme spiegelt sich in bei manch einem Kind in der Körpersprache.

Regisseurin Claudia Dennenmoser gibt letzte Tipps.

Regisseurin Claudia Dennenmoser gibt letzte Tipps.

Bild: Evi Biedermann

Kirchliche Kirchentage sind mittlerweile Tradition

Die kirchlichen Kindertage werden in Uesslingen schon seit einigen Jahren durchgeführt, aber Theater habe man noch nie gespielt, sagt Zimmermann. Erstmals sind heuer auch Jugendliche – alle aus der ersten Oberstufe – als Gruppenbetreuer im Einsatz.

Ihre Herausforderung besteht darin, gegenüber den Kleinsten eine Vorbildfunktion einzunehmen. «Sie machen das gut», sagt Zimmermann erfreut. Der Aufwand für die ganze Organisation sei wesentlich grösser gewesen als auch schon. «Aber es hat sich gelohnt», sagt sie, bevor sie sich wieder einer ihrer Aufgaben zuwendet.

Gottesdienst: Sonntag, 18. Oktober, 10.15 Uhr, Kirche Uesslingen

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