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Kinder bauen in Frauenfeld Städte

Was ist gute Architektur? Ein Camp des Architekturforum Ostschweiz in Frauenfeld gab Antworten.
Christof Lampart
Architekt Felix Rutishauser rechnet mit drei jungen Teilnehmern Planmassstäbe um. (Bild: Christof Lampart)

Architekt Felix Rutishauser rechnet mit drei jungen Teilnehmern Planmassstäbe um. (Bild: Christof Lampart)

Städte, Häuser und Strassen sind ein spannendes Thema für Kinder und Jugendliche. Und als Erwachsene werden viele von ihnen Entscheidungen in Zusammenhang mit Bauen fällen: als Bauherren, als Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft oder als Wähler an der Urne.

Trotzdem taucht das Thema Bauen in der Schule selten auf. Im Unterricht wird höchstens mal eine Leonardo-Da-Vinci-Brücke gebaut. Oder in Mathe wird das Rechnen mit Massstäben und ein wenig Geometrie gelehrt.


«Ich finde es cool, dass ich hier erfahren kann, wie man Häuser baut. Vor allem der Ausflug zur Kantonsschule hat mir gut gefallen.»

Anika Weber (11), Frauenfeld. (Bild: Christof Lampart)

Anika Weber (11), Frauenfeld. (Bild: Christof Lampart)


Wie also lernen Kinder und Jugendliche das kennen, was sie täglich umgibt? Wie können sie wissen, wer an der Stadt baut, wie man Strassen und Plätze gestaltet und was ein Haus alles können muss? Diese Frage stellten sich die Mitglieder des Architekturforums Ostschweiz vor einigen Jahren und bieten seither in den Ferien Kurse in St. Gallen an – und nun auch erstmals im Thurgau.

Dass das Architekturcamp nach Frauenfeld kam, war der Initiative einiger Privatpersonen geschuldet. Ueli Vogt (Kurator Zeughaus Teufen, Architekt), Felix Rutishauer (Architekt), Rico Lauper (Architekt) und Rebekka Ray (Kulturvermittlerin) stellten das im Nu ausgebuchte Camp auf die Beine. «Es freut uns, dass die Veranstaltung so viel Anklang findet», sagt Rebekka Ray.

Erforschen und auch 
Erfahrungen sammeln

Das verwundert nicht, denn die Baukulturwoche wechselte munter zwischen Erforschen, Entdeckungen und dem Selbermachen, zwischen Sensibilisierung und dem Sammeln von Erfahrungen. Dadurch näherten sich die Kinder dem Thema von unterschiedlichen Seiten an.

Sie konnten so auf ihrer eigenen Stufe aktiv werden und gleichzeitig etwas über die komplexen Aufgaben und Mechanismen des Bauens erfahren. Im Austausch mit den Fachpersonen aus dem Bereich Baukultur und Architektur wurde zudem das Interesse geweckt und die Beobachtungsgabe gefördert.


«Das Camp macht wirklich megaviel Spass, und ich habe hier schon einiges gelernt – etwa was das Zeichnen anbelangt.»

Leon Dübendorfer (10), Ermatingen. (Bild: Christof Lampart)

Leon Dübendorfer (10), Ermatingen. (Bild: Christof Lampart)


Was das Camp, das im Parterre das Verwaltungsgebäude seine Basisstation hatte, zur Herausforderung machte, war das unterschiedliche Alter der Kinder.

«Einige sind wirklich noch Kinder, bei denen es darum geht, ihnen die grundsätzliche Bedeutung von Architektur und Städtebau zu vermitteln, während andere diese vier Tage fast wie eine Art Schnupperlehre nutzen, um für sich abzuklären, ob beispielsweise eine Lehre als Hochbauzeichner etwas für sie wäre», meint Ueli Vogt.

Regierungsrätin Haag kam an Ausstellungseröffnung

Auch Felix Rutishauser zieht eine positive Bilanz über die vier Tage, bei welcher nicht nur Exkursionen (am Mittwoch in die Kantonsschule Frauenfeld und am Freitag der Besuch einer Baustelle) und Theorie im Zentrum standen, sondern auch die Schaffung einer Ausstellung beinhaltete, zu deren Vernissage am Freitagabend auch Regierungsrätin Carmen Haag kam.


«Ich zeichne gerne und liebe Geometrie. Da hat mich meine Mutter auf das Architektur-Camp aufmerksam gemacht.

Mia Stänz (13), Stettfurt. (Bild: Christof Lampart)

Mia Stänz (13), Stettfurt. (Bild: Christof Lampart)


«Jedes Kind nimmt das Angebot anders wahr. Ich empfinde das Camp aber als eine gute Chance, um ihnen zu zeigen, was gute Architektur bewirken kann», sagt Rutishauser.

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