Glosse

Alkohol und andere Drogen sind auf dem Eschliker Kinderspielplatz unerwünscht

Südsicht auf Verbote und andere Retourkutschen in Eschlikon.

Olaf Kühne
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Olaf Kühne

Olaf Kühne

(Bild: Peter Pfistner)

In Eschlikon hängt der Haussegen schief. Also nicht in ganz Eschlikon. Aber an ziemlich prominenter Stelle. Gemeinderat und Schulbehörde haben sich nicht mehr lieb. Das sagen sie natürlich nicht so. Vielmehr arbeite man in relevanten Fragen gut zusammen. Sagen sie. Den Haussegen aus dem Lot gebracht hat die Schulbehörde. Sagt der Gemeinderat.

«Volksschulgemeinde Eschlikon steht nicht für Gespräche zur Verfügung», vermeldete ein offensichtlich ein klitzekleines bisschen angesäuerter Gemeinderat vergangene Woche. Die Behörde musste eine neues «Handlungsfeld 2020» suchen, weil die Schulbehörde nicht über eine Einheitsgemeinde sprechen will. Für Nichtzürcher, Nichtsanktgaller und Nichtsirnacher: Die Einheitsgemeinde ist der Zusammenschluss von Politischer und Schulgemeinde.

Eine derart unverschämte Gesprächsverweigerung konnte der Eschliker Gemeinderat natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Die Revanche folgte umgehend. Bis anhin schickte die Schule ihre älteren Schüler zum Kiffen und Saufen auf den Spielplatz Herdern. Damit die Primarschüler nicht mit schlechten Vorbildern konfrontiert werden. Oder so. Dem schob der Gemeinderat nun einen Riegel. Alkohol und andere Drogen sind ab sofort verboten auf dem Spielplatz. Teenager müssen zum Kiffen also wieder zurück auf die Schulanlage Bächelacker. Besonders geeignet für entspanntes Tütenrauchen sei die Hochsprungmatte, haben wir gehört. Noch abklären müssen wir hingegen, ob das Alkoholverbot auf dem Spielplatz auch für Echinaforce gilt.

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