Keuchhusten im Thurgau: Die Lage hat sich entspannt

Letzte Woche wurde bei einigen Schülern in Frauenfeld und Aadorf Keuchhusten diagnostiziert. Nun sind keine neuen Fälle mehr bekanntgeworden.

Silvan Meile
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Für Säuglinge kann Keuchhusten gefährlich sein. (Bild: fotolia)

Für Säuglinge kann Keuchhusten gefährlich sein. (Bild: fotolia)

Beim Thurgauer Gesundheitsamt sind keine neuen Meldungen von Schulkindern mit Keuchhusten eingegangen. «Wir haben nichts mehr gehört», sagt Agnes Burkhalter, stellvertretende Thurgauer Kantonsärztin. Einen tatsächlichen Überblick über die Anzahl der Erkrankten habe der Kanton jedoch nicht, da Keuchhusten nicht meldepflichtig sei. Dass derzeit beim Gesundheitsamt aber keine weiteren Hinweise auf neue Erkrankte eingegangen sind, deutet auf eine Entspannung der Lage hin.

Am vergangenen Freitag meldete der Kanton, dass in der Region Frauenfeld und Aadorf bei einigen Schülerinnen und Schüler Keuchhusten nachgewiesen wurde. Einzelne Ärzte hätten das dem Kanton gemeldet, sagt Burkhalter. Das habe ihr Amt zum Anlass genommen, auf diese Krankheit hinzuweisen, die noch immer regelmässig auftreten könne. «Der Verlauf kann jeweils aber sehr verschieden sein», sagt Burkhalter. Sie empfiehlt die Impfung gegen die hochansteckende Krankheit insbesondere für Babys, Kinder und Schwangere. Genügender Impfschutz schränke das Übertragungsrisiko deutlich ein.

«Keuchhusten ist für Kinder und Erwachsene eine lästige Erkrankung, aber in der Regel ungefährlich. Für Säuglinge unter zwölf Monaten kann es jedoch zu Komplikationen oder schwerwiegenden Problemen führen», schreibt das Thurgauer Gesundheitsamt.