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Keine Parkuhren in der Diessenhofer Altstadt

Die Stadt Diessenhofen hat nach knapp drei Jahren Arbeit ein neues Parkierungskonzept. Neu gibt es zwei Zonen, mehrere bewirtschaftete Parkplätze und für Anwohner die «Parkkarte 8253».
Rahel Haag
In der Altstadt: Stadtpräsident Markus Birk hinter einem neuinstallierten Veloständer. (Bild: Rahel Haag)

In der Altstadt: Stadtpräsident Markus Birk hinter einem neuinstallierten Veloständer. (Bild: Rahel Haag)

Was lange währt, wird endlich gut. Die Stadt Diessenhofen hat ein neues Parkierungskonzept ausgearbeitet, noch bis am 20. Februar liegt es öffentlich auf. «Bisher gab es keine Einsprachen», sagt Stadtpräsident Markus Birk, «und ich bin zuversichtlich, dass es dabei bleibt.»

Vor knapp drei Jahren hatte das Thema zu hitzigen Diskussionen geführt. Damals war noch geplant, in der Altstadt die blaue Zone zugunsten von Parkuhren aufzuheben. Zudem waren an der Oberhofgasse und der Helfereigasse gebührenfreie, weisse Parkfelder vorgesehen. Daran störten sich jedoch viele Diessenhofer. Sie befürchteten, dass Auswärtige ihre Autos tagelang dort stehen lassen würden. Der Plan wurde schliesslich verworfen, «um den Weg für eine tragfähige Lösung zu ebnen».

Kritik und Vorschläge aus der Bevölkerung

Diese scheint nun gefunden. Birk beschäftigt sich seit anderthalb Jahren, sprich drei Vierteln seiner bisherigen Amtszeit, mit der Parkplatzsituation im Rheinstädtchen.

«Wir haben ein dreistufiges Einwendungsverfahren durchgeführt»

sagt Birk. In den ersten beiden Runden hätten die Bürger informell – beispielsweise per Mail – Kritik und auch Verbesserungsvorschläge anbringen können.

«Es hat sehr viele Rückmeldungen gegeben»

sagt Birk. Unter anderem habe jemand vorgeschlagen, dass in der Altstadt Veloparkplätze schaffen könnte. «Diesen Input haben wir umgesetzt.» Als dritte Stufe folgte nun die offizielle Auflage des Parkierungskonzepts.

Neu sind in Diessenhofen zwei Zonen geplant. In der Zone 1, die in erster Linie die Altstadt umfasst, gilt flächendeckend die blaue Zone.

«Wir wollen eine grosse Fluktuation»

sagt Birk zur Begründung. Vor den Geschäften in der Altstadt soll auf diese Weise die Kundschaft einen Parkplatz finden. In der Zone 2, der äusseren Parkzone, gilt grundsätzlich ebenfalls die Regelung der blauen Zone. Zusätzlich kann man auf blaumarkierten Parkfeldern aber auch unbeschränkt parkieren, sofern man über eine «Parkkarte 8253» verfügt.

Die Parkkarte ist für Anwohner, Geschäftsinhaber und Pendler gedacht. Pro Monat Kostet sie 30, pro Jahr 300 Franken.

«Den Besitzern einer Parkkarte muss aber bewusst sein, dass sie nicht auf sicher einen Parkplatz haben»

sagt Birk. Hier komme ein erzieherischer Gedanke des neuen Parkierungskonzepts zum tragen. Bis anhin sei es vorgekommen, dass Anwohner ihr Auto in den Quartierstrassen umsonst abgestellt hätten, anstatt einen Tiefgaragenparkplatz in ihrem Wohnblock zu mieten. «Zum Teil waren die Strassen komplett zugestellt», sagt Birk, «und damit Flucht- und Notwege blockiert.» Dasselbe Bild bot sich im Sommer rund um die Badi Rodenbrunnen.

«Die Situation mit den Badegästen war auch der Stein des Anstosses.»

Eine Ausnahme in Sachen Parkkarten gibt es für Handwerker, Ärzte und Mitarbeiter der Spitex. «Sie können mit einer speziellen Parkkarte in beiden Zonen so lange parkieren, wie ihr Einsatz dauert», sagt Birk. Handwerker bezahlen gleich viel wie Anwohner und Pendler. Eine Parkkarte für einen Tag, die auch an Besucher und Hotelgäste verkauft werden soll, kostet vier Franken. Ärzte und Mitarbeiter der Spitex bezahlen 60 Franken pro Jahr.

Stadt bewirtschaftet neu mehrere Parkplätze

Neue Parkuhren wird es in Diessenhofen dennoch geben. Neu sind die Parkplätze Viehwiese, Rhyhalle und SBB-Areal Ost gebührenpflichtig.

«Beim Bahnhof entstehen 82 neue Parkplätze»

sagt Birk. Bewirtschaftet werden die Parkplätze von der Stadt. Das Parkieren kostet pro Stunde einen, pro Tag maximal vier Franken. «Wir wollen an den Parkplätzen nicht verdienen.» Die Parkplätze Franzosenstrasse und Rheinstrasse sind, wie bis anhin, ebenfalls gebührenpflichtig.

Zwei weitere Massnahmen ergreift die Stadt ausserhalb der Zone 2. Einerseits gilt längs der Grossholzstrasse neu ein beidseitiges Parkverbot. Sie solle frei bleiben und weiterhin als «Umfahrung» für die Altstadt dienen. Andererseits wird die zulässige Parkdauer bei der Sportanlage Prakerwiesen auf zwölf Stunden beschränkt. «Die Regelung soll den Nutzern der Sportanlage und Spaziergängern zugutekommen», sagt Birk.

Die Umsetzung des neuen Parkierungskonzepts wird voraussichtlich im Frühling erfolgen. «Wir müssen noch ein wenig zuwarten», sagt Birk. Zum einen müssten die Parkautomaten zuerst bestellt werden und zum anderen seien die Markierungsarbeiten erst bei trockener Witterung möglich. Birk lächelt. Er freue sich auf die Umsetzung. «Ich bin überzeugt, das neue Konzept bringt einen Mehrwert für die Bevölkerung und das Gewerbe.»

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