Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Keine Öko-Heizung für die Kirche in Weiningen

Die Kirchbürger von Evangelisch Warth-Weiningen wollen nicht prüfen lassen, wie ihr Gotteshaus ökologischer geheizt werden könnte. Die Versammlung lehnt den Antrag der Kirchbehörde ab.
Evi Biedermann
Die Kirche Weiningen mit Mauer, links das Kirchgemeindehaus. (Bild: Evi Biedermann)

Die Kirche Weiningen mit Mauer, links das Kirchgemeindehaus. (Bild: Evi Biedermann)

36 von 484 stimmberechtigten Kirchenbürgern kamen an die Jahresversammlung der evangelischen Kirchgemeinde. Traktandiert war ein Kredit von 30000 Franken für eine Machbarkeitsstudie. Diese hätte untersucht, wie die rund 50-jährige Elektroheizung für Kirche und Kirchgemeindehaus aus ökologischer Sicht sinnvoll ersetzt wird.

Am Versammlungsabend vergangene Woche gingen die zwei mit der Studie beauftragten Energiefachleute von drei Varianten aus und stellten diese im Detail vor. Ziel der Kirchbehörde ist, den hohen Stromverbrauch ohne Komforteinbusse zu reduzieren. Einer Variante gemäss wäre die Kirche quasi die erste Minergie-Kirche der Schweiz geworden (unsere Zeitung berichtete).

Die Subventionen zogen nicht

Daraus wird aber nichts. Selbst die Aussicht darauf, dass sich der Bund mit 60 Prozent respektive 18000 Franken an den Kosten der Studie beteiligt, überzeugte die Kirchenbürger nicht. Laut Mitteilung der Behörde wurde der Kreditantrag mit 23 Nein- zu 13 Ja-Stimmen zurückgewiesen.

Wie Kirchenpräsidentin Anna Nobs erklärt, gab es an der Versammlung eine engagierte Diskussion mit vielen Voten. «Wir nehmen das ernst», sagt sie. Die Behörde werde so rasch wie möglich zu einer Zukunftskonferenz einladen. «Wir hoffen, dass sich viele Kirchbürger an der Konferenz beteiligen, um das Thema gemeinsam anzugehen.»
Zu wenig oder doch genügend Informationen?

Zu wenig oder genügend informiert?

Aus der Mitteilung geht hervor, dass einigen die zur Verfügung stehenden Informationen zu dürftig waren. Sie hätten sich überfahren gefühlt. Kritisiert wurde zudem, dass kein Kirchenbürger in der Kommission sei. Erwähnt wurde auch, dass die Zukunft kleiner Kirchgemeinden wie Warth-Weiningen ungewiss sei. Andere stellten sich hinter den Antrag der Behörden. Sie seien genügend informiert.

Eine Kirchbürgerin sieht es als Chance, eine Machbarkeitsstudie zu erstellen. Ein anderer rief dazu auf, über den Schatten zu springen und die Studie zu ermöglichen. Diesem Votum stand der Vorschlag gegenüber, nicht über den Antrag abzustimmen und dafür eine Arbeitsgruppe zu bilden. Die Befürworter blieben jedoch in der Minderheit. Der Antrag wurde zurückgewiesen.

Budget 2019 mit einem kleineren Defizit

Damit reduziert sich im Budget 2019 der Verlust um 12000 Franken auf 4400 Franken. Die Rechnung 2018 schliesst mit einem Plus von 55118 Franken. Rechnung und Budget mit gleichbleibendem Steuerfuss von 20 Prozent nimmt die Versammlung klar an.
Präsidentin Anna Nobs weist zudem darauf hin, dass das Ressort «Kirche, Kind und Jugend» weiterhin unbesetzt ist. Ebenso werden für die Wahlen 2020 eine Nachfolge fürs Präsidium, die Kirchenpflege und das Aktuariat gesucht.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.