Kein Volleyball, keine Musikunterhaltung, aber Schule findet statt

Welche Veranstaltungen im Thurgau stattfinden, welche auf der Kippe stehen und was über die Bühne geht: Diese Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Das Merkblatt zum Corona-Virus auf dem Tisch eines Schulzimmers.

Das Merkblatt zum Corona-Virus auf dem Tisch eines Schulzimmers.

Bild: Alessandro Crinari/KEY

Abgesagt: Sportveranstaltungen, Unterhaltungen und Fasnacht

Das institutionelle Anstossen fällt ins Wasser: Das Saison-Abschlussfest des HC Thurgau vom Freitag, 13. März, findet nicht statt. Das teilt der Hockeyclub auf Twitter mit. Ein Verschiebedatum gebe es nicht, sagt ein Clubverantwortlicher auf Nachfrage.

Abgesagt sind auch die Playoff-Spiele von Volley Amriswil. Am Samstag, 7. März, wären die Volleyballer gegen Lausanne UC in der Halle gestanden. Swiss Volley habe mitgeteilt, dass die Halbfinalserie unterbrochen worden sei. An einer ausserordentlichen Konferenz aller NLA Clubs am Samstag, 14.März, wird über den weiteren ­Verlauf der Meisterschaft entschieden.

Die Musikgesellschaft Brass Band Hörhausen hat ihre Jahreskonzerte vom Wochenende auf unbestimmte Zeit verschoben. Das gleiche gilt für die Unterhaltungen der Musikgesellschaft Thundorf an diesem und am nächsten Wochenende.

Die Kids-Challenge in der Turnfabrik Frauenfeld am Sonntag, 8. März, wurde abgesagt.

Auch der Wyfelder Fritig setzt aus. Der erste Freiluft-Einkaufszentrum-Event 2020 vom 3. April im Ortskern von Weinfelden ist abgesagt. «Wir nehmen die Verantwortung gegenüber unseren Kunden, Partnern und unseren Mitarbeitenden wahr und möchten das Risiko möglichst klein halten.», schreibt der Veranstalter.

Das Corona-Virus macht auch den Amriswilern Fasnächtlern einen Strich durch die Rechnung. «Die meisten Veranstaltungen der Amriswiler Fasnacht am kommenden Wochenende sind gestrichen.» Auch die Kinderkleiderbörse Amriswil vermeldet auf ihrer Website, dass der geplante Anlass vom 14. März nicht stattfinden könne.

Abgesagt ist auch das für 13. und 14. März geplante Forum der Jungen Wirtschaftskammer in Kreuzlingen.

Die Durchführung dieser Anlässe ist noch ungewiss

Für Philippe Wacker, Leiter des Phönix Theaters Steckborn heisst es abwarten und hoffen. «Wir haben beim Kanton unseren nächsten Anlass vom 13. März angemeldet. Ob er stattfinden kann und wenn ja, unter welchen Bedingungen, erfahren wir frühestens fünf Tage davor», sagt er.

Geduld braucht auch Ruedi Hohl, Präsident des Dorfvereins Islikon. Ob das Latäri-Lichterschwemmen in Islikon am 21./22. März stattfindet, ist ebenfalls vom Entscheid der Kantonalen Behörden abhängig. «Wir werden die Lage Ende nächster Woche wieder beurteilen», sagt Hohl.

Das gleich gilt für die neue Frauenfelder Gewerbemesse «Schwooof» vom 18. bis 22. März. Die Website vermeldet: «Moment liegt kein behördlicher Entscheid vor, dass die Schwooof vom 18. bis 22. März auf dem Areal der Zuckerfabrik nicht stattfinden kann. Wir halten uns strikt an die Vorgaben, welche von behördlicher Seite veranlasst werden und informieren umgehend über unsere Kanäle, sobald sich etwas an der geplanten Durchführung ändert.»

Das Open Air Frauenfeld twittert am Donnerstagnachmittag: «Nach derzeitigem Stand findet das Open Air Frauenfeld 2020 zu 100 Prozent statt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.»

Folgende Veranstaltungen finden statt

Im Firehouse in Weinfelden wird weitergetanzt. Die Wubu-Party von Freitagabend findet statt. Das Firehouse hat eine Kapazität von 650 Personen. «Wir können die Auflagen erfüllen. Am Eingang werden Namen aufgenommen», sagt Organisator Martin Rutishauser.

Auch die Buchtage Weinfelden, 6. bis 9. März, findet statt. «In Absprache mit dem Gesundheitsamt des Kantons dürfen die Buchtage durchgeführt werden», heisst es auf der Website. Für die Steckborner Vollmondbar am nächsten Montag hat der Kanton grünes Licht gegeben. Die Veranstalter müssen die Besuche registrieren.

Die Anlässe im Eisenwerk in Frauenfeld bis zum 11. März sind laut Website des Veranstalters bewilligt. Es gelten die allgemeinen Auflagen. Bei der Abendkasse liegen Listen auf, in die sich die Besucher eintragen sollen.

Aufgrund der aktuellen Lage können Skilager, Projektwochen und Exkursionen durchgeführt werden, schreibt das Amt für Gesundheit in einem aktualisierten Merkblatt. Es richtet sich an Volks-, Mittel- und Berufsfachschulen. Kinder und Jugendlichen mit den einschlägigen Symptomen dürfen allerdings nicht teilnehmen. Ein Freipass fürs Blaumachen bedeutet auch die verschärften Hygienemassnahmen nicht: «In der aktuellen Situation gilt die Schulpflicht», schreibt der Kanton weiter. Nur tatsächlich kranke Kinder und Jugendliche sollen zu Hause bleiben. (lub, seb, hil, sme)