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Gemeinde Fischingen entfernt Löschposten

Die Gemeinde lässt den Grossteil der Feuerlöschposten zurückbauen, damit sie künftig Unterhaltskosten sparen kann. Und die Rückbauarbeiten sind erst noch kostenlos.
Roman Scherrer
Der Löschposten bei der Trafostation in Au ist einer von insgesamt 34, welche der Zivilschutz in den nächsten zwei Jahren zurückbaut. (Bild: Roman Scherrer)

Der Löschposten bei der Trafostation in Au ist einer von insgesamt 34, welche der Zivilschutz in den nächsten zwei Jahren zurückbaut. (Bild: Roman Scherrer)

Man findet sie an vielen Gebäuden, meist als Kasten, der in die Wand eingebaut ist. Glücklicherweise werden die sogenannten Feuerlöschposten nur selten benötigt. In der Gemeinde Fischingen hat man sogar für viele von ihnen keine Verwendung mehr. Nach Absprache mit dem Feuerschutzamt des Kantons Thurgau hat der Gemeinderat deshalb entschieden, 34 der insgesamt 51 Posten im Gemeindegebiet zurückzubauen.

Dass die Feuerlöschposten in Fischingen kaum mehr gebraucht werden, hat vor allem mit der verbesserten Infrastruktur der örtlichen Feuerwehr zu tun. «In den vergangenen Jahren hat man laufend aufgerüstet», sagt Elmar Stillhart, Gemeinderat des Ressorts Sicherheit und Verkehr. Mittlerweile verfügt die Fischinger Feuerwehr über ein Tanklöschfahrzeug und einen Wassertransport-Anhänger. Für Letzteren hat sie sich im vergangenen Jahr auch ein eigenes Zugfahrzeug zugelegt. «Die Feuerwehr ist mit diesen Fahrzeugen sehr viel mobiler», sagt Stillhart.

Aufwendige Prüfung entfällt

Dank des Wassertransporters und des Wasserbezugs über die Hydranten sei man im Brandfall an den meisten Orten in der Gemeinde nicht mehr auf die Wasserschläuche der Löschposten angewiesen. Ein weiterer Punkt, der für den Rückbau spricht: Die Wartung sowie der Unterhalt der Löschposten entfällt. «Das Ganze ist jeweils sehr aufwendig. Der Feuerwehrinspektor unterzieht das gesamte Material zudem immer wieder einer äusserst komplexen Prüfung», sagt Stillhart.

Zurückgebaut werden die Posten an Stellen, welche die Feuerwehr innerhalb von 15 Minuten erreichen kann. So verbleiben nur jene 17, die sich in der grossflächigen Gemeinde weit ausserhalb der Dörfer befinden. «Es ist denkbar, dass wir künftig auch die restlichen Löschposten zurückbauen. Im Kanton Zürich gibt es schliesslich gar keine mehr. Im Moment sind wir damit aber noch zurückhaltend», sagt Elmar Stillhart.

Anwohner sollen Posten nicht selber benutzen

Die Löschposten einfach stillzulegen ist keine Alternative. «Es geht dabei auch darum, dem Schutz der Bevölkerung Rechnung zu tragen», sagt Gemeinderat Stillhart. So wolle man verhindern, dass die Anwohner die Posten selber benutzen, um ein Feuer zu löschen. «Meist sind sie ja dazu nicht ausgebildet», ergänzt Stillhart. Der Gemeinderat bringt gleich einen weiteren Nachteil für eine Stilllegung an: «Es wäre natürlich schlecht, wenn ein Löschposten gebraucht würde und man dann feststellen muss, dass dieser gar nicht mehr funktioniert.»

Der Entscheid zum Rückbau der Posten dürfte Stillhart und seinen Kollegen im Gemeinderat auch deshalb leichtgefallen sein, da die Arbeiten für die Gemeinde nichts kosten. Ausführen wird sie nämlich der Zivilschutz Hinterthurgau, dem auch die Gemeinde Fischingen angehört. «Der Zivilschutz übernimmt diese Arbeiten gerne. Vor allem weil er damit ganz andere seiner Maschinen brauchen kann als etwa beim Unterhalt von Wanderwegen», sagt Stillhart. Bezahlen muss die Gemeinde lediglich die Entsorgung des Materials. «Aber dafür entstehen keine hohen Kosten.»

Start im September

Eine erste Etappe des Rückbaus ist im Wiederholungskurs des Zivilschutzes Anfang September vorgesehen. «In dieser Zeit hat der Zivilschutz auch Aufträge von anderen Gemeinden. Er muss deshalb noch klären, wie weit er im September kommt. Der Rückbau ist aber auch nicht sehr dringend», sagt Stillhart.

Zudem müsse der Zivilschutz die verschiedenen Löschposten zuerst genau anschauen, da alle etwas anders eingebaut seien. In weiteren Wiederholungskursen sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre alle 34 Löschposten zurückgebaut werden.

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