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Aadorfer Skulpturenweg ist ein Erfolg

Vor einem Monat eröffnete der Skulpturenweg rund um das Areal Rotfarb. Vom hohen Besucheraufkommen sind die Macher des Projektes überrascht.
Kurt Lichtensteiger
Die Hauptwiler Ursi und Gery Zwahlen kehren mit der Ausstellung in den Hinterthurgau zurück. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Die Hauptwiler Ursi und Gery Zwahlen kehren mit der Ausstellung in den Hinterthurgau zurück. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Wer den rund 800 Meter langen offiziellen Wanderweg entlang der Lützelmurg begeht, um am Ende zum ehemaligen Spinnereigebäude im Areal Rotfarb zu gelangen, mag schon ins Staunen geraten. Zuweilen wird er Kulturinteressierte antreffen, die bei der einen oder anderen Installation länger innehalten, um beim Anblick über das Kunstwerk zu sinnieren.

Gar oft kann es bei dieser Gelegenheit zu einem verbalen Austausch mit Gleichgesinnten kommen: Was hat der Künstler wohl mit seinem Schaffen ausdrücken wollen? Warum hat er dafür dieses oder jenes Material gewählt? Ist sein Werk aus einer spontanen Inspiration oder einfach aus einer tiefen Intuition entstanden? Steht pure Lust am Gestalten im Vordergrund oder ist Provokation eine Absicht?» Bewegende Fragen also, die wohl nicht immer endgültig beantwortet werden können.

Infoblatt zu den 50 Objekten

Als kleine Hilfestellung zu den 25 Ausstellerinnen und Ausstellern und deren gut 50 Objekte kann ein Infoblatt dienen, erhältlich beim Infocenter. Dort ist auch Kurt Gerber anzutreffen, mit Ehefrau Gaby Initiant der gelungenen Ausstellung. «Wir sind positiv überrascht, welch grosses Echo die Ausstellung bei der Bevölkerung gefunden hat.» Manch Besuchende nähmen den Anlass zu einem Spaziergang in naturnaher Umgebung. «Sie sind dann bei ihrem Augenschein nicht selten überwältigt, welche Vielfalt an kreativen Installationen zu bestaunen ist», meint Gerber.

Gaby und Kurt Gerber pflegen ihren Rosengarten mit viel Sorgfalt und Liebe.

Gaby und Kurt Gerber pflegen ihren Rosengarten mit viel Sorgfalt und Liebe.

So etwa eine Ettenhauserin, die in Unkenntnis der Tatsache, dass die Besichtigung gratis ist, zumindest einen Obolus für das schöne Erlebnis entrichten möchte und deshalb vergeblich nach einem Kässeli Ausschau hält. Auf etwas weniger Resonanz hingegen stiess bisher die gleichzeitig stattfindende Kunstausstellung im Innern des Gebäudes. Die günstige Witterung in den letzten Wochen lud wohl mehr zu Flanieren im Freien ein als zu einem Indoor-Aufenthalt.

Sozusagen eine Rückkehr

Nach dem Rundgang durch den herrlich blühenden Rosengarten, einer echten Bereicherung des Kunstweges, kommt die Begegnung mit Ursi und Gery Zwahlen wie gerufen. Die beiden, seit bald 40 Jahren verheiratet und nun seit 18 Jahren in Hauptwil zusammen ein Atelier führend, ergänzen einander wie «Zucker und Salz», so ihre spöttische Bemerkung. In ihrer Jugendzeit trafen sich die Elggerin und der gebürtige Aadorfer Zimmermann jeweils auf dem legendären «Promilleweg», der nächsten und unproblematischsten Verbindung zwischen den beiden Nachbargemeinden. Für beide ist die Ausstellung sozusagen eine Rückkehr in heimische Gefilde.

Während in der künstlerischen Ausrichtung bei Ursi eher Parallelen zu Niki de Saint Phalle auszumachen sind, scheint Gery vom Freiburger Jean Tinguely beeinflusst zu sein. Eigenständig sind sie jedoch in jeder Hinsicht geblieben. Ursi Zwahlen-Strässle verwendet für ihre Skulpturen verschiedene Textilien und bevorzugt das Genre «Accessoires». Gery drückt sich gerne symbolisch aus, schätzt bewegliche Sachen und regt mit seinen Installationen, überwiegend aus Glas, Metall und Schmiedebronze, zum Nachdenken an. Gemäss Aussage schätzen sie aneinander, was anders ist.

Wer Lust auf die Entdeckungsreise hat, kann dies noch bis zum 23. September tun, sei es auf dem Skulpturenweg oder in der Kunstausstellung. Zweifellos verdienen sich die Kunstschaffenden die Aufmerksamkeit.

Infos unter: www.arealrotfarb.ch

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