Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Kantonstag an der Fête des Vignerons: St.Gallen wirbt mit Wurst und Wein

Der Kanton St.Gallen präsentiert sich an der Fête des Vignerons von seinen bekanntesten Seiten. Am offiziellen Bratwurststand bildeten sich zeitweise lange Schlangen. Regierungspräsidentin Heidi Hanselmann warb für mehr Austausch zwischen der Deutschschweiz und der Romandie.
Michael Genova
Die St. Galler Ehrendelegation auf dem Weg vom Bahnhof zur Arena am Genfersee. (Bild: Raphael Rohner)

Die St. Galler Ehrendelegation auf dem Weg vom Bahnhof zur Arena am Genfersee. (Bild: Raphael Rohner)

Nach vier Stunden Zugfahrt nimmt die Winzerbruderschaft die St. Galler Regierung in Empfang. «Bienvenue – Willkommen», heisst es immer wieder. Und schon setzt sich die St. Galler Ehrendelegation in Bewegung. Die St.Galler Stadtmusik und Vertreter der Winzerbruderschaft mit ihren Strohzylindern führen den Zug an, dicht gefolgt von Regierungspräsidentin Heidi Hanselmann, ihren Regierungskollegen und Vertreterinnen und Vertretern des St.Galler Kantonsparlaments.

(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
(Bild: Raphael Rohner)(Bild: Raphael Rohner)
49 Bilder

Bratwürste, Wein und Musik: Der Kanton St.Gallen an der Fête des Vignerons

Der Kanton St. Gallen ist an diesem Sonntag Ehrengast der Fête des Vignerons, dem grössten Volksfest der Romandie. Es ist ein kleiner, aber fröhlicher Zug, der sich durch das Städtchen seinen Weg in Richtung See bahnt. Kantonsratspräsident Daniel Baumgartner hebt seinen Strohhut – und die Zuschauer am Strassenrand winken zurück. Vor der grossen Arena hält der Zug, die Stadtmusik spielt einen letzten Marsch. Dann entschwinden die St. Galler Ehrengäste in den VIP-Bereich der Terrasse de la Confrérie.

Ein Stock weiter unten befindet sich die Weinbar der St. Galler Delegation. Es ist kurz nach 10 Uhr, und der kantonale Rebbaukommissär Markus Hardegger lädt zum ersten Apéro. 19 Weine von 14 Produzenten hat er nach Vevey mitgebracht. Zum Beispiel Pinot Noir aus dem Weingut Gonzen oder Müller-Thurgau aus dem Staatswingert Frümsen. «Viele sind erstaunt über die Vielfalt», sagt er. Und noch mehr erstaunt sind sie, dass es die Weinprobe kostenlos gibt. Hardegger hat sich sogar politische Unterstützung für seine Werbetour organisiert: Hinter der Bar hilft ihm CVP-Kantonsrätin Barbara Dürr beim Ausschank.

Asiatische Touristinnen posieren mit Hellebardisten

In der Arena hat das grosse Spektakel begonnen. Es ist ein Schauspiel der Superlative. Etwa 6000 Laienschauspieler, Statisten und Sänger sind daran beteiligt. Die Geschichte handelt von einem Mädchen namens Julie und seinem Grossvater. Es geht um die Tradition der Winzer – und um die grossen Fragen des Lebens. Die epische Orchestermusik scheint einem Hollywoodfilm entlehnt und sorgt für Gänsehaut-Feeling.

Während das Schauspiel drinnen noch läuft, posieren draussen asiatische Touristinnen mit Hellebardisten. Im Schatten eines Baumes warten Mädchen in beigen Röcken und mit eleganten Strohhüten auf ihren Einsatz. Selbst die Strandpromenade hat sich in eine grosse Freilichtbühne verwandelt: Der traditionell gewandete Alphornbläser spaziert neben St. Galler Tagesbesuchern. Auf einer Mauer sitzt ein Winzer mit kunstvoll besticktem Gilet. Neben ihm leckt ein Junge an seinem Soft-Ice.

Dazu kommen die aus St. Gallen angereisten Gaukler und Musiker. Am Quai Perdonnet ängstigt das Duo Paradisnikow Konzentrat die Zuschauerinnen und Zuschauer mit einer Schlangenbeschwörung der besonderen Art. «Très dangereux – sehr gefährlich», ruft eine der beiden Frauen und legt sich eine Schlangen-Marionette um den Hals. Gleich daneben brutzeln auf dem offiziellen Grill des Kantons bereits die Würste. «Feini Olma-Brodwörscht!», ruft Werner Küttel, Vizepräsident des Trägervereins Culinarium. Die Deutschschweizer muss er gar nicht erst anlocken. Sie vertrauen auch im welschen Ausland aufs Vertraute. Aber auch Romands stehen in der Schlange. Erst versicherten sie sich, dass die Würste auch tatsächlich aus St. Gallen kommen. «Dann greifen die Romands gerne zu», sagt Küttel. Zum Beispiel Alain Chambaz aus Brent bei Montreux. «Gut ist sie», sagt er. Er habe einen Freund aus St. Gallen, der ihn regelmässig mit Bratwürsten versorge.

Der St.Galler Strand ist verwaist

Jeder vierte St. Galler ist noch nie in der Romandie gewesen. Deshalb hat der Kanton St. Gallen kurzerhand ein Stück Genfersee annektiert: An der Plage de Saint-Gall sollen sich Welsche und Deutschschweizer etwas näher kommen. Grüne Sitzunterlagen aus Kunstrasen tragen die Aufschrift «On se connaît? – Kennen wir uns?» Am frühen Nachmittag bleiben sie jedoch verwaist. Es ist zu heiss, als das irgendjemand Lust auf ein völkerverbindendes Tête-à-Tête hätte. Nur Célie Andersson aus Vevey sitzt einsam am St. Galler Strand und bräunt sich in der Sonne. Die Laienschauspielerin hat sich am Knie verletzt und kann deshalb am Spektakel nicht mehr teilnehmen.

Zum Abschluss des Tages verwickelt Regierungspräsidentin Heidi Hanselmann Luc Massy von der Winzerbruderschaft in einen neckischen Dialog. Auf der Scène du rivage will sie ihm die Vorzüge ihres Kantons schmackhaft machen: die St. Galler Stickerei, die Stiftsbibliothek, die Skigebiete. Und als der erste Teil der Werbesendung vorbei ist, hakt Massy nochmals nach: «Und warum genau sollte ich ans andere Ende der Schweiz reisen?» Hanselmann lockt mit der Natur («wie ein Schlaraffenland») und mit ihrem letzten Trumpf: den St. Galler Weinen. Sie hoffe, ihn mit einer Degustation überzeugen zu können. Dann hebt die Regierungspräsidentin das Glas, Luc Massy lächelt – und trinkt. Ob sie ihn überzeugen konnte, sagt er nicht mehr.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.