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Kantonsrat Koch will dem Kirschlorbeer an den Kragen

SVP-Kantonsrat Paul Koch fordert, den Kirschlorbeer und weitere invasive Neophyten zu verbieten. Diese bedrohen heimische Arten und sind teilweise giftig. Sein Anliegen ist breit abgestützt.
Sebastian Keller
Der Kirschlorbeer breitet sich auch wild aus. (Archivbild: Nana do Carmo)

Der Kirschlorbeer breitet sich auch wild aus. (Archivbild: Nana do Carmo)

Sie sind nicht heimisch, fühlen sich aber so: die invasiven Neophyten. Dabei handelt es sich um eingeschleppte Pflanzen. Sie breiten sich explosionsartig aus, bedrängen heimisches Gewächs. Einige gefährden die Gesundheit. Elf dieser Fremdlinge – der Riesenbärenklau oder der Essigbaum etwa – figurieren in der Freisetzungsverordnung. Sie dürfen weder verkauft noch angepflanzt werden. Doch für Paul Koch ist diese Liste zu wenig lang. Der SVP-Kantonsrat aus Oberneunforn verlangt in einer Motion, dass alle Pflanzen, die auf der schwarzen Liste stehen, verboten werden.

Kirschlorbeer und Co.

Ein Dorn im Auge ist ihm zum Beispiel der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus). Diese Pflanze steht auf der schwarzen Liste. Ist also unerwünscht, aber nicht gesetzlich verboten. «Der Kirschlorbeer wird leider immer noch verkauft und gepflanzt», stellt Koch fest. Laut einem Merkblatt des Kantons verdrängt der Kirschlorbeer die einheimische Vegetation und ist giftig.

«Diese wuchsfreudige Pflanze muss dauernd geschnitten werden», sagt Koch. Durch die unsachgemässe Entsorgung des Schnittmaterials gelange sie in die freie Natur. Zudem fressen Vögel die Beeren und befeuern die Verbreitung des unerwünschten Gastes.

Die korrekte Entsorgung wäre: der Kehrichtsack. Koch erachtet ein Verkaufs- und Freisetzungsverbot für diese und weitere Pflanzen der schwarzen Liste als unumgänglich. Das würde dazu beitragen, die Verbreitung und die Kosten für Kontrolle und Entfernung zu vermeiden.

Sein Vorstoss ist breit verwurzelt: 79 Kantonsräte haben ihn mitunterzeichnet. Koch will der Bevölkerung nicht die Freude am Garten nehmen. «Einheimische Alternativen sind vorhanden», sagt er und zählt Eibe oder Liguster auf. «Sie sind, wie der Kirschlorbeer, auch im Winter grün.»

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