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Kanton und Stadt entschärfen die Frauenfelder Deppenfalle

Immer wieder bleiben Kastenwagen in der Unterführung an der Rheinstrasse hängen. Nun installierten die Behörden Infrarotsensoren, Warnlichter und Tempo 30, um den Unfallschwerpunkt zu entschärfen.
Stefan Hilzinger
Fast jeden zweiten Monat blieb in den vergangenen zwei Jahren ein Lieferwagen in der Unterführung hängen. (Bild: Kapo TG)

Fast jeden zweiten Monat blieb in den vergangenen zwei Jahren ein Lieferwagen in der Unterführung hängen. (Bild: Kapo TG)

Einer schaffte es bis knapp in die Mitte der Unterführung, die meisten aber bleiben schon am Betonriegel der Eisenbahnbrücke hängen: Durchschnittlich alle zwei Monate schnappte die Deppenfalle in der Unterführung Rheinstrasse in Frauenfeld in den vergangenen beiden Jahren zu. Das ist deutlich mehr, als die Jahre davor. Das zeigt die Statistik des kantonalen Tiefbauamtes.

Nun aber soll Schluss sein mit den steckengebliebenen Kasten- und Lieferwagen. Der Kanton installiert noch dieses Jahr eine Warnanlage, ist beim kantonalen Tiefbauamt zu erfahren. Die Aufträge an die Firmen seien vergeben worden. Künftig sollen auf beiden Seiten der Unterführung Infrarotsensoren die herannahenden Fahrzeuge ausmessen. Und eine Warnanzeige aufleuchten, sobald sich ein zu hohes Gefährt nähert.

Trotz mehrfacher Vorsignalisation fahren überhohe Fahrzeug in der Bahnunterführung an der Rheinstasse ins Verderben. (Bild: Andrea Stalder.

Trotz mehrfacher Vorsignalisation fahren überhohe Fahrzeug in der Bahnunterführung an der Rheinstasse ins Verderben. (Bild: Andrea Stalder.

Erster Tempo-30-Abschnitt auf Kantonsstrasse

Ausserdem – und das ist eine Premiere auf einer Kantonstrasse – wird der Abschnitt zwischen dem Fussgängerstreifen beim Schlossberg auf der Südseite und dem Fussgängerstreifen vor dem Kreisel auf der Nordseite künftig mit Tempo 30 signalisiert. Die entsprechende Verkehrsanordnung hat der Kanton vor kurzem im Amtsblatt publiziert. «Die Temporeduktion ist nötig, damit den Lenkern genügend Zeit bleibt, um auf die Warnung zu reagieren», erklärt Thomas Müller, Leiter des städtischen Amtes für Tiefbau und Verkehr. Die Kosten betragen 50000 Franken. Den Betrag teilen sich Stadt und Kanton hälftig.

In 16 Jahren krachte es 57 mal

Nächstes Jahr feiert die siphonartige Bahnunterführung mit einer Höhenbegrenzung von 2,70 Metern ihr 20-Jähriges. Seit 2002 bis Ende 2017 krachte es 57 mal. Die Mehrheit der Chauffeure aber konnte, dank der Signalisation und des gelb-schwarz gestreiften Höhenbegrenzers, noch rechtzeitig anhalten und zurücksetzen. Dies passiert häufig, ganz zur Schadenfreude von Passanten, die beim Schlossberg sommers Glace geniessen und winters Glühwein.

Ärger, Kosten und Anzeige

Wer in die Falle tappt, findet das naturgemäss weniger lustig. Denn der Selbstunfall ärgert und geht ganz schön ins Tuch – und Unfallfahrer müssen mit einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft rechnen. Sensoren und Warnlicht bewahren Kastenwagenlenker schon bald davor, sich in aller Öffentlichkeit zum Deppen zu machen.

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