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Kanton Thurgau lädt Convia doch zu Offerten ein

Der Chef des Tiefbauamts korrigiert sich. "Aus nicht erfindlichen Gründen" sei eine Auftragsvergabe an die Convia nicht in die Vergabeliste übertragen worden.

Strassenbau  Gemäss einer Mitteilung des Thurgauer Regierungsrats vom 30. März 2017 hat er der Convia AG in Bürglen einen Auftrag über 123270 Franken im Einladungsverfahren vergeben; es handle sich um Arbeiten für die «Sanierung des Feldhofkreisels in Weinfelden». Im Gegensatz dazu erklärte der Chef des Tiefbaumts, Andy Heller, letzte Woche, die Convia habe seit 2012 keinen Auftrag im Einladungsverfahren mehr erhalten (Ausgabe vom 2. August). Heller konterte einen Vorwurf des Regionalleiters Ostschweiz der Kibag, Philipp Althaus, der die Vergabe an die Convia kritisierte, weil damit der Asphaltimport aus Deutschland gefördert werde (Ausgabe vom 31. Juli).

Heller begründet seine falsche Darstellung damit, dass die Vergabe an die Convia «aus nicht erfindlichen Gründen» nicht in die vom Tiefbauamt geführte Vergabeliste übertragen worden sei. Es habe sich dabei nicht um die Sanierung des Feldhofkreisels gehandelt, sondern um die Deckbelagssanierung des Radwegs «zwischen dem Feldhofkreisel Märstetten und Weinfelden».

Heller bestätigt, dass die Convia auch im Januar 2018 zu einem Einladungsverfahren zugezogen wurde. Diese Auftragsvergabe wurde jedoch abgebrochen, als klar wurde, dass die Auftragssumme deutlich über einer halben Million Franken zu liegen kommt. Bis zu dieser Grenze ist eine Vergabe im Einladungsverfahren zulässig.

Convia ist Mitglied des Schweizerischen Verbands

«Wenn man Aufträge im Kanton halten will, lädt man keine deutsche Firma ein», kommentiert Althaus. Die Convia AG sei eine im schweizerischen Handelsregister eingetragene Firma mit Hauptsitz in Bürglen, widerspricht Heller. «Das Unternehmen ist Mitglied im Schweizerischen Baumeisterverband Sektion Thurgau, beschäftigt Mitarbeiter und bildet auch Lehrlinge aus.» Das Tiefbauamt sei mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis sehr zufrieden. Die Unternehmen müssten ihre Leistungen auch bezüglich Materialien optimieren können. «Andernfalls ist es bis zu den Kartellen nicht mehr weit, und die Öffentlichkeit kauft sodann nicht wirtschaftlich und zu teuer ein.»

Das Tiefbauamt vergibt jeweils im November grosse Strassenbauaufträge im offenen Verfahren. Im Januar werden die kleineren Aufträge vergeben; dazu lädt das Tiefbauamt laut Heller in der Regel Firmen ein, die im November leer ausgegangen sind. Eine Rolle spielt auch, ob sie einen Werkhof in der Nähe hätten oder für eine spezielle Arbeit prädestiniert seien. Das heisse «konkret, dass die Convia AG auch künftig zum Zuge kommen kann». Die von Althaus erwähnte Stückelung der grossen Aufträge in kleinere Lose wäre laut Heller «ein klarer Verstoss gegen das Vergabewesen». (wu)

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