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Kanton Thurgau informiert Anfang 2019, wie es mit seinen Museen weitergeht

Bald will die Regierung informieren, ob bei der Kartause ein Erweiterungsbau für das Kunstmuseum möglich ist. Ein Beschwerdeführer gegen das erste Projekt geht derweil mit Vorwürfen an die Öffentlichkeit.
Larissa Flammer
Das Kunstmuseum Thurgau ist in den historischen Gebäuden der Kartause Ittingen eingemietet. (Bild: Reto Martin)

Das Kunstmuseum Thurgau ist in den historischen Gebäuden der Kartause Ittingen eingemietet. (Bild: Reto Martin)

Seit März 2017 verfasst eine Projektgruppe einen Bericht, der die Möglichkeiten eines Erweiterungsbaus für das Kunstmuseum Thurgau bei der Kartause Ittingen klärt. «Wir sind im Schlussspurt», sagt die zuständige Regierungsrätin Monika Knill auf Anfrage. Noch diesen Monat werde sich der Regierungsrat mit dem Bericht befassen.

Eine Medienkonferenz zum Thema Weiterentwicklung der Thurgauer Museen stellt Knill für Anfang 2019 in Aussicht. Dann will sie darüber informieren, wie es beim Historischen Museum und beim Kunstmuseum weitergeht und wie die erarbeitete Museumsstrategie umgesetzt werden soll.

«Wenn der Kanton zahlt, baut er auch»

Der Kunstmuseumsbericht hat sich unter anderem deshalb verzögert, weil Absprachen mit dem Bund nötig sind. Denn die Kartause steht unter eidgenössischem Denkmalschutz. Abzuklären, ob bei der Kartause Ittingen ein Erweiterungsbau möglich wäre, ist aber nur ein Teil des Berichts.

Die Projektgruppe muss auch neue Trägerschaftsvarianten vorlegen. Regierungsrätin Knill erklärt:

«Das ist eine Erkenntnis aus dem Abbruch des Projekts 2013. Wenn der Kanton zahlt, baut er auch.»

Die Bedingung für ein neues Projekt seien deshalb neue Rechtsgrundlagen zwischen dem Kanton und der Stiftung Kartause Ittingen.

Ein Beschwerdeführer erhebt Vorwürfe

Das Projekt 2013 ist gescheitert, weil das Bundesgericht den Beschluss des Grossen Rates zum Sanierungskredit aufgehoben hatte. Mehrere Privatpersonen hatten Beschwerde eingereicht. Der Sprecher der Gruppe, Markus Schär, schrieb am Montag auf «thurgaukultur.ch» einen grösseren Meinungsbeitrag zum Kunstmuseum. Anlass ist ein Kommissionsbericht aus dem Grossen Rat.

Schär schreibt unter anderem, dass die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege bereits vor fünf Jahren ihr Veto gegen das Projekt eingelegt und der Regierungsrat trotzdem das Verfahren vor Bundesgericht durchgezogen habe.

Regierungsrätin Knill wusste damals noch nichts von einem Veto, wie sie gegenüber unserer Zeitung sagt: «Vertreter des Bundesamts für Kultur haben 2011 die Varianten diskutiert und derjenigen, die zum Zug gekommen wäre, den Vorzug gegeben.» Offenbar habe die Eidgenössische Kommission später zuhanden des Bundesamts andere Empfehlungen ausgesprochen und Zweifel geäussert. «Mir ist das erst nachträglich zu Ohren gekommen.»

Kunstmuseum erhält nicht mehr alle Leihgaben

Diesen Sommer hätten Vertreter der Regierung gegenüber den Kritikern durchblicken lassen, «dass sie sich selber von der Stiftung hereingelegt, hintergangen, ja betrogen fühlen», heisst es im Meinungsbeitrag von Schär weiter.

Monika Knill nimmt diese Aussage zur Kenntnis, lässt sich davon aber «nicht zu einem Kommentar hinreissen». Zentral sei, dass man aus der Vergangenheit die richtigen Schlüsse ziehe. Dazu gehöre auch das Credo: Wer zahlt, befiehlt und übernimmt die Verantwortung. Stiftungsratspräsident Roland Eberle will sich zu diesen «unhaltbaren Vorwürfen» nicht äussern.

Eine Sanierung ist nötig, da das Kunstmuseum sonst das Gütesiegel für Leihgaben anderer Museen verliert. Die Kulturministerin erklärt: «Schon heute erhalten wir nicht mehr alle Leihgaben, weil die Bedingungen nicht à jour sind.» Möglichst bald müsse deshalb ein Entscheid gefällt werden.

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