Kampfwahl um Thurgauer GLP-Präsidium

Die Findungskommission favorisiert als Nachfolge von Robert Meyer die Kantonsräte Christina Pagnoncini und Stefan Leuthold, welche die Partei im Co-Präsidium führen möchten. Zur Wahl stellt sich zudem Kantonsrat Marco Rüegg.

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Stefan Leuthold.
Christina Pagnoncini

Stefan Leuthold und Christina Pagnoncini.

Andrea StalderReto Martin

(seb.) Zur Wahl um die Nachfolge von Robert Meyer stellen sich drei Personen: Kantonsrat Marco Rüegg (Gachnang) sowie die Kantonsrätin Christina Pagnoncini (Alterswilen) und Kantonsrat Stefan Leuthold (Frauenfeld), die für ein Co-Präsidium kandidieren. Im Bewerbungsprozess haben beide Kandidaturen ihre Schwerpunkte dargelegt, teilt die Partei mit.

Während Rüegg die Kernanliegen der GLP stärken und das Profil als grüne Wirtschaftspartei schärfen möchte, stehen Pagnoncini und Leuthold für eine moderne, thematisch und geografisch breitaufgestellte ökologische Volkspartei im Aufwind, welche die Basis in die politischen Prozesse miteinbezieht.

Marco Rüegg kandidiert ebenfalls fürs Präsidium.

Marco Rüegg kandidiert ebenfalls fürs Präsidium.

Andrea Stalder

Die Findungskommission unter der Leitung von Markus Moos (Horn) ist überzeugt, dass beide Kandidaturen die Voraussetzungen für das Präsidentenamt erfüllen. Nach reiflicher Überlegung empfiehlt sie das Co-Präsidium Pagnoncini/Leuthold zur Wahl. Diese findet an der Mitgliederversammlung vom 19. Oktober statt. Der langjährige Präsident Robert Meyer hatte im Sommer seinen Rücktritt auf diese Mitgliederversammlung angekündigt.

Die GLP durfte zuletzt Erfolge verbuchen. Bei den Nationalratswahlen verbesserte sie ihren Wähleranteil von 6,2 auf 8,1 Prozent. Bei den Grossratswahlen legte sie um zwei Prozent von 5,2 auf 7,5 Prozent zu. Der neunte Sitz wurde ihr erst nach der politischen Aufarbeitung des Frauenfelder Wahldebakels zugesprochen. Marco Rüegg, der für das Präsidium kandidiert, durfte erst später sein Kantonsratmandat antreten.

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