KAMPFWAHL
Drei Neue spienzeln auf den frei werdenden Sitz im Gemeinderat Gachnang

Für den frei werdenden Sitz von Karl Ringenbach im Gemeinderat Gachnang kämpfen am 7. März drei parteilose Kandidierende.

Samuel Koch
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Eingangsbereich zur Gemeindeverwaltung an der Islikonerstrasse 7.

Eingangsbereich zur Gemeindeverwaltung an der Islikonerstrasse 7.

Bild: Donato Caspari (Gachnang,
18. November 2020)

Nach zehn Jahren endet die Ära des parteilosen Vizegemeindepräsidenten Karl Ringenbach im siebenköpfigen Gemeinderat von Gachnang per Ende Juni. Mit dem Rücktritt des Werkevorstehers steht in der 4000-Einwohner-Gemeinde am Abstimmungssonntag vom 7. März eine Ersatzwahl auf dem Programm, die wegen drei Kandidaturen erst noch zur Kampfwahl mutiert. Zur Wahl stellen sich mit Lukas Gaam, Lilian Manser und Fabian Heinzer drei parteilose Kandidaten.

Lukas Gaam, 52, Geschäftsführer, parteilos

Lukas Gaam, Ersatzwahlkandidat Gachnang, parteilos.

Lukas Gaam, Ersatzwahlkandidat Gachnang, parteilos.

Bild: PD

Er ist Aktuar beim Dorfverein Islikon und erachtet Parteipolitik als nicht so spannend. Der 52-jährige parteilose Kandidat Lukas Gaam sagt:

«Mir geht es mehr um die Inhalte.»

Er ist Inhaber und Geschäftsführer eines ortsansässigen Ingenieurbüros, das Gebäudeautomationen für öffentliche Gebäude konzipiert und installiert. Durch seine Geschäftstätigkeit bezeichnet sich Gaam als gut vernetzt und dadurch könne er die anstehenden Themen effizient angehen. Zudem wolle er die Interessen des Gewerbes vertreten. Denn er zeigt sich stolz, in einer so innovativen Gemeinde zu leben.

«Gachnang liegt mir am Herzen. Mit meinem Engagement möchte ich dazu beitragen, dass unsere Gemeinde ein attraktiver Ort zum Leben und zum Arbeiten ist», sagt er zu seiner Motivation. Warum er genau jetzt kandidiert, sei Kalkül, denn er spienzelt aufs frei werdende Ressort Werke.

Lilian Manser, 53, Produktionsverantwortliche SRF, parteilos

Lilian Manser, Ersatzwahlkandidatin Gachnang, parteilos.

Lilian Manser, Ersatzwahlkandidatin Gachnang, parteilos.

Bild: PD

Ihre Wunschressorts sind die Kultur oder das Soziale. Kein Wunder, denn die 53-jährige Lilian Manser arbeitet als Produktionsverantwortliche für Dokumentationssendungen beim Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Sie wohnt seit 16 Jahren in Islikon, ist verheiratet und Mutter einer Tochter.

Zu ihrer Kandidatur hat Gemeindepräsident Roger Jung beigetragen, wie sie sagt. Manser engagiert sich seit zehn Jahren in der Kulturkommission der Gemeinde und hat zahlreiche Anlässe auf die Beine gestellt. Das will sie auch nach der Coronapandemie wieder tun, wie sie sagt:

«Anlässe organisieren, wo sich die Bewohner wieder freudig begegnen können.»

Zudem will sie sich für einen Kultur- und Jugendtreff einsetzen.

Fabian Heinzer, 45, Techniker, parteilos

Fabian Heinzer, Ersatzwahlkandidat Gachnang, parteilos.

Fabian Heinzer, Ersatzwahlkandidat Gachnang, parteilos.

Bild: PD

Fabian Heinzer will im Gemeinderat seine vielseitigen Interessen und auch seine Kenntnisse nutzen, um Gachnang als attraktive Gemeinde weiterzuentwickeln. Mit seiner Frau und den beiden Kindern lebt der 45-jährige Parteilose sehr gerne in Gachnang. Er sagt:

«Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass sich auch in Zukunft alle wohlfühlen.»

Man kenne ihn von Gemeindeversammlungen, sagt Heinzer, weshalb er über die Anliegen und Bedürfnisse der Gemeinde sehr gut informiert sei. Der Techniker steht für eine familienfreundliche, lösungsorientierte Sachpolitik, tiefe Steuern, gute Infrastrukturen und eine nachhaltige Nutzung der Energie. Als Visionen setzt er sich zum Ziel, sich für einen Entsorgungshof, den Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie eine Begegnungszone in der Gemeinde einzusetzen. Übrigens kennt er sich auch zu Hause aus, ist der doch Teilzeit Hausmann.