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Ältestes Bataillon der Schweizer Armee hält Militär-Gottesdienst in der Fischinger Klosterkirche ab

Mit einem Marschhalt im Kloster folgte das älteste Bataillon der Schweizer Armee am Mittwochabend einer seiner vielen Traditionen.
Flavio Di Nicola
Der Kirchenchor Wald begleitet mit einem Quartett aus Streichern und einem Hackbrett den Militär-Gottesdienst. (Bild: PD/ Schweizer Armee)

Der Kirchenchor Wald begleitet mit einem Quartett aus Streichern und einem Hackbrett den Militär-Gottesdienst. (Bild: PD/ Schweizer Armee)

Militärdienst und Gottesdienste mögen auf den ersten Blick nicht unbedingt zusammenpassen. Dass das Kader des Gebirgsschützenbataillons 6 zum Abschluss seines Vorkurses einen Militärgottesdienst besucht, hat im Verband aber eine grosse Tradition.

Auch als «Kaiserbataillon» bezeichnet

Das Zürcher Bataillon, das dieses Jahr im Raum St. Gallen und Toggenburg Dienst leistet, ist offiziell das älteste Bataillon der Schweizer Armee und darf dank seiner 144-jährigen Geschichte auf viele geschichtsträchtige Momente zurückblicken. Unter anderem wurde das «Schütze Sächsi» 1912 vom damaligen Bundesrat als Ehrenformation für den Besuch des deutschen Kaisers aufgeboten und wird seither auch als «Kaiserbataillon» betitelt.

Die Durchführung von Gottesdiensten mit der Truppe ist eine Tradition, auf die das moderne Infanteriebataillon ebenfalls stolz ist. Hauptmann Kurt Liengme führt jedes Jahr vier bis fünf ökumenische Gottesdienste mit verschiedenen Truppenteilen durch. In den Gottesdiensten verbindet der evangelisch-reformierte Pfarrer jeweils Religion, Kultur und regionale Geschichte.

Legende der verstossenen Gräfin

Dieses Jahr berichtete er von der Legende von Idda von Toggenburg. Die verstossene Gräfin und spätere Einsiedlerin wird im Kloster Fischingen als Heilige verehrt. «Sie hat schon manchem Liebespaar geholfen, wieder zueinander zu finden. Zudem hilft ein Besuch ihres Schreins vorbeugend gegen Fussbeschwerden – sagt man», weiss Seelsorger Liengme zu berichten. Manch Militärangehöriger denkt dabei schon die gelegentlich auftretenden Blasen an den Füssen.

Armeeseelsorger Kurt Liengme führt durch den ökumenischen Gottesdienst in der Fischinger Klosterkirche. (Bild: Flavio Di Nicola)

Armeeseelsorger Kurt Liengme führt durch den ökumenischen Gottesdienst in der Fischinger Klosterkirche. (Bild: Flavio Di Nicola)

Begleitet wurde der Gottesdienst von Liedern aus der «Toggenburger Messe», vorgetragen durch den Kirchenchor Wald ZH und ein Quartett aus Streichern und einem Hackbrett. Liengme, der privat im Wald ZH predigt, konnte den Chor für den Anlass gewinnen, indem er ihn persönlich mit seinem Oldtimer-Postauto abholte. Zu den 150 Offizieren und Unteroffizieren gesellten sich am Mittwochabend auch rund 100 Privatpersonen.

Armee-Angehörige mischen sich unter zivile Besucher

Beim anschliessenden Abendessen auf dem Klosterplatz mischten sich Armee-Angehörige und zivile Besucher. «Es ist wichtig, dass wir uns in der Bevölkerung zeigen», sagt Kommandant Major im Generalstab David Thalmann und ergänzt:

«Ich bin stolz, dass ich dieses traditionsreiche Bataillon führen darf und meiner Truppe solche Momente ermöglichen kann.»

Am kommenden Montag werden nochmals rund 600 Männer und eine Frau einrücken und an der Geschichte des ältesten Schweizer Bataillons weiterschreiben.

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