Kämpferische Thurgauer gewinnen erstmals gegen Visp

Nach 20 Minuten führt der HC Thurgau in Visp mit 2:0, am Ende resultiert ein hart erkämpfter, aber nicht unverdienter 2:1-Erfolg. Eine umgestellte Sturmreihe und zwei Rückkehrer machen in diesem knappen Duell den Unterschied zugunsten der Ostschweiz aus. Niki Altorfer glänzt mit einem Tor und einem Assist.

Thomas Ammann aus Visp
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Unter Stephan Mair bleibt der HC Thurgau in der laufenden Saison auf der Erfolgsspur.

Unter Stephan Mair bleibt der HC Thurgau in der laufenden Saison auf der Erfolgsspur.

Archivbild: Mario Gaccioli

Der HC Thurgau konnte im ersten Spiel nach der Nationalmannschaftspause auswärts gegen den EHC Visp wieder auf die Dienste der zuletzt verletzten Leistungsträger David Wildhaber und Adam Rundqvist zählen. Durch die Rückkehr von Rundqvist rückte Topskorer Melvin Merola wieder in die zweite Sturmreihe an die Seite seines angestammten Center-Partners. Neben den Jones-Zwillingen im ersten Sturm spielte erstmals Niki Altorfer. Und diese Umstellung sollte in der Lonza Arena Entscheidendes bewirken.

Denn bereits in der dritten Spielminute lancierte Patrick Parati ebendiesen Altorfer, der in der folgenden Zwei-gegen-eins-Situation vor dem Tor auf Connor Jones querlegte. Der Amerikaner liess sich nicht zweimal bitten und versenkte den Puck zum 0:1. Und knapp zwei Minuten vor Drittelsende kam Altorfer, nachdem sein erster Abschluss geblockt wurde, völlig frei vor Visp-Hüter Reto Lory zu einer zweiten Schussmöglichkeit und markierte mit etwas Glück das 0:2.

Wiedergewonnene Kaderbreite als Trumpf

Ein weiterer Effekt der Umstellungen und Rückkehrer war die wiedergewonnene Breite und Ausgeglichenheit des Kaders. Insbesondere die zweite Sturmreihe mit Rundqvist, Merola und Lars Frei blühte auf, kreierte viele gute Gelegenheiten, arbeitete jedoch auch diszipliniert nach hinten. Und als Visp mit Fortdauer der Partie immer stärker wurde, konnte man auch auf den grossen Einsatz der Spieler der dritten und vierten Linie zählen.

Visp hatte seine beste Phase zwischen der 25. und 35. Minute, als der Druck auf das Tor von Janick Schwendener immer grösser wurde, nicht zuletzt aufgrund dreier kleiner Strafen gegen die Thurgauer. Die erste Strafe nutzte der EHC Visp zum Anschlusstreffer, als Troy Josephs nach einem Abpraller erben konnte. Während der einzigen Unterzahlsituation der Partie für das Heimteam traf Josephs alleine vor Schwendener zudem nur den Pfosten. Visp hätte im zweiten Drittel mehr als nur ein Tor erzielen müssen, haderte jedoch auch mit der eigenen Chancenverwertung.

Hin und Her im letzten Drittel

Gegen Ende des zweiten Drittels kam auch der HC Thurgau wieder besser ins Spiel und hätte mit etwas mehr Abschlussglück den alten Vorsprung wiederherstellen können. So aber starteten die Ostschweizer mit dem minimalen Vorsprung in die letzten 20 Minuten. Das Spiel wogte nun lange hin und her, beide Teams kamen im intensiven, von wenigen Unterbrüchen geprägten Schlussdrittel zu Chancen. Die grösste auf Seiten der Gäste vergab Patrick Brändli, der alleine vor Lory verzog. Gegen Ende der Partie zahlte es sich immer mehr aus, dass Stephan Mair bis zuletzt drei Linien einsetzen konnte. Durch ihre Geschlossenheit hielt die Mannschaft die anstürmenden Visper gekonnt in Schach und liess nur noch wenige Möglichkeiten zu. Und jene Pucks, die trotzdem auf das Gehäuse kamen, wurden eine sichere Beute des starken Janik Schwendener.

So gelang Thurgau im dritten Saisonduell gegen den EHC Visp der erste Sieg. Er war hart erkämpft, aufgrund der überzeugenden Defensivleistung jedoch keinesfalls gestohlen. In der Tabelle klettern die Ostschweiz durch den 19. Sieg im 28. Saisonspiel auf Rang drei.

Visp – Thurgau 1:2 (0:2, 1:0, 0:0)
Lonza Arena – 2524 Zuschauer – SR: Massy/Gianinazzi, Pitton/Rebetez.
Tore: 3. C. Jones (Altorfer, Parati) 0:1. 19. Altorfer (K. Jones, Fechtig) 0:2. 27. Josephs (Furrer, Van Guilder/Ausschluss Collenberg) 1 :2. .
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Visp, 3-mal 2 Minuten gegen Thurgau.
Visp: Lory; Nater, Wiedmer; Steiner, Brantschen; Heynen, Wyss; Lütolf, Zeiter; Dolana, Van Guilder, Josephs; Furrer, Ritz, Haberstich; Ranov, Petrig, Berger; Riatsch, Hofstetter, Christen.
Thurgau: Schwendener; Parati, Seiler; Wildhaber, Scheidegger; Collenberg, Fechtig; Engeler, Steinauer; Altorfer, C. Jones, K. Jones; Merola, Rundqvist, Frei; Niedermaier, Brändli, J. Loosli; Moser, Kellenberger, Zanzi.
Bemerkungen: 33. Pfostenschuss Josephs (V). Thurgau ohne Hobi, Aeberhard (verletzt), Rehak, M. Loosli, Hollenstein (bei Rapperswil-Jona).

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