Kabelbrand am Würstchenstand: Blues Max begeistert sein Publikum im Aadorfer Rotfarbkeller

Der Aadorfer Kulturveranstalter Gong eröffnete seine neue Spielzeit mit Blues Max.

Christoph Heer
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Perkussionist Sam Köhler, Blues Max und Gitarrist Richard Koechli spielen im Rotfarbkeller.

Perkussionist Sam Köhler, Blues Max und Gitarrist Richard Koechli spielen im Rotfarbkeller.

Bild: che

«Hinter mir liegt eine gute Zeit. Ich habe überaus erfolgreich 20 Konzerte abgesagt.» Ein Spruch, ein Gelächter und schon hatte Blues Max sein Publikum in der Tasche. Anfänglich noch gänzlich alleine auf der Bühne des Rotfarbkellers, setzten sich alsbald Gitarrist Richard Koechli und Perkussionist Sam Köhler zu ihm ins Scheinwerferlicht.

Und ab geht die Party mit viel lockerem Sound, tiefgründig-witzigen Anekdoten und viel Applaus. Es ist an diesem Abend gar der Premierenauftritt von Blues Max im Trio.

24 Stunden später feierten sie auch bereits die Dernière. Froh sind also diejenigen, die mit dabei sind und den Auftritt des Trios unter dem Motto «Sport und Liebe» miterleben dürfen. Coronabedingt befinden sich nicht ganz so viele Besucher im heimeligen Rotfarbkeller als sonst, nichtsdestotrotz herrscht eine aufgeräumte, gemütliche Stimmung, in welcher man spürt, dass jeder dankbar ist, dass der Kulturveranstalter Gong wieder präsent ist.

Blues Max ist seit vielen Jahren ein Garant für treffsichere Ironie und spassige Reime. Da darf auch mal ein Feuerwehrdepot abbrennen, oder ein Kabelbrand am Würstchenstand entstehen. Wer Spass versteht, feiert das. «Ich mag mich erinnern», sagt Blues Max, «dass ich schon als junger und hübscher Mann beim Gong gespielt habe. Da denkst du schon mal ans Aufhören; aber, wie beginnt man bloss aufzuhören?» Blues Max kennt sich im Leben aus und liefert in seinen Geschichten stets auch die passenden Lösungen dazu. Dabei ist er sich bewusst, dass Blues wie manche Frauen ist – mysteriös und magisch. «Da hilft nur eines. Im Rhythmus bleiben und einen Toast Hawaii bestellen.»

Apropos Rhythmus, der greift vom allerersten Ton an auf das Publikum über und zwingt diese mitzuwippen und mitzuklatschen; aber das kennt man von den Auftritten des Blues Max alias Max Werner Widmer, nicht anders.

Seit über vier Jahrzehnten tourt er durch die Schweiz und wie vorgängig erwähnt, er weiss einfach nicht, wie man das Aufhören beginnen soll. Für den Kulturveranstalter Gong ist es eine geglückte Saisoneröffnung. Trotz Mehraufwand infolge Covid-19 freut man sich auf weitere kulturelle Höhenflüge.