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Juniorenmeisterin: Guntershauserin reitet mit «Scappato» auf Platz eins

Die 17-jährige Laura Schwager aus Guntershausen holte sich in der Pferderenn-Saison den obersten Podestplatz.
Kurt Lichtensteiger
Laura Schwager mit Siegerpferd Scappato am Wettstar Junior-Cup Südwest. Bild: Kurt Lichtensteiger

Laura Schwager mit Siegerpferd Scappato am Wettstar Junior-Cup Südwest. Bild: Kurt Lichtensteiger

Der «Wettstar Junior-Cup Südwest» wird alljährlich vom Verband Südwestdeutscher Rennvereine (VSR) ausgetragen und dient der Nachwuchsförderung. Die Rennen fanden in der deutschen Gemeinde Honzrath statt. An den neun Rennen dieses Jahr beteiligte sich die Nachwuchsreiterin Laura Schwager aus Guntershausen achtmal, stand dabei jedes Mal auf dem Podest und brillierte gar mit fünf Siegen im Feld von 17 Teilnehmenden. Den zweiten Platz in der Gesamtwertung belegte die Deutsche Milena Müller noch vor einer weiteren Schweizerin, namens Arabella Vercelli. Verständlich, dass die Thurgauerin auf ihren Erfolg stolz sein darf, ist dieser das Ergebnis einer seriösen Trainingsauffassung.

«Meine Absicht ist es nicht, später eine Lehre als Jockey zu machen. Dafür habe ich mit meiner Körpergrösse von 1.73 Meter nicht die idealsten Voraussetzungen.»

Wie sich diese offenbart, zeigt ein Augenschein auf der Rennstrecke Landihof, nahe gelegen der Hauptstrasse zwischen Elgg und Aadorf. Nach einer Aufwärmrunde auf der einen Kilometer langen Rennbahn prescht Laura Schwager auf dem Pferd mit bemerkenswerter Geschwindigkeit von geschätzten 50 bis 60 Kilometer pro Stunde vorbei. Hinterlassenschaften sind wild aufwirbelnde Holzschnitzel. Nach dem Temporausch folgt ein Auslaufen mit einem leichten Galopp und einem Traben.

Fast täglich sitzt die 17-Jährige während anderthalb Stunden auf dem Sattel ihrer beiden Pferde, dem englischen Vollblut «Scappato» oder jenem von «Rock Charm», der nach einer Verletzung nu wieder im Aufbautraining ist.

Nicht immer befindet sich Laura Schwager ausschliesslich wegen einem bevorstehendem Rennen auf der Bahn, sondern oft auch einfach nur zum Ausreiten in der Nähe ihres Wohnsitzes. Nebst dem Reiten geht die 17-Jährige auch zum Fitness-Training, um der körperlichen Belastung standzuhalten.

Pferdeaffine Familie

Schon als siebenjähriges Mädchen hat Schwager mit dem Reiten begonnen, ehe sie mit 14 das erste Rennen bestritt. Den Zugang zu Pferden fand das aufgeweckte Mädchen aus naheliegenden Gründen, denn sie entstammt einer pferdeaffinen Familie. Vater Albert und die drei älteren Geschwister haben Reitsporterfahrung. Heute ist neben Laura vor allem der inzwischen pensionierte Vater, als aufmerksamer Ratgeber und Fahrer an die Rennen, mit dem Sport noch eng verbunden. Fachmännisch betreut und angeleitet wird seine Tochter zudem von Profitrainer Philipp Schärer. Dass mit dem Rennreiten ein beträchtlicher zeitlicher wie auch finanzieller Aufwand verbunden ist, muss nicht betont werden.

Beruf vor Hobby

«Meine Absicht ist es nicht, später eine Lehre als Jockey zu machen. Dafür habe ich mit meiner Körpergrösse von 1.73 Meter allerdings nicht die idealsten Voraussetzungen», sagt Laura Schwager und ergänzt, «Mein erklärtes Ziel ist es, die Amateur-Lizenz zu erwerben. Dafür muss ich eine theoretische Prüfung bestehen und den Nachweis erbringen, drei bis vier Jahre lang Training bei einem Profitrainer absolviert zu haben. Das ermöglicht mir die Teilnahme an weiteren Rennen».

Laura Schwager wird also weiterhin in der Raiffeisen Bank Aadorf anzutreffen sein, wo es ihr auch im zweiten Lehrjahr bestens gefällt. Ein guter Lehrabschluss als Bankfach-Kauffrau soll vorerst im Vordergrund stehen. Die Liebe zu den Pferden wird aber wohl lebenslang bestehen bleiben.

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