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Jungspunde um einen Frauenfelder mischen wie Miraculix

Aus einer Schnapsidee entstanden, verwandelt sich die Eigenkreation Dr. Ginger für drei Freunde in ein Geschäftsmodell. Noch produzieren sie den Likör aber an Feierabenden in Handarbeit.
Samuel Koch
Die drei «Dr. Ginger»-Erfinder Patrick Stauffacher, Robin Schmanau und Blerton Gashi sitzen mit ihren Ingwer-Likör-Flaschen im Peggy O’Neills, welches das Getränk seit einiger Zeit in seinem Sortiment führt. (Bild: Reto Martin)

Die drei «Dr. Ginger»-Erfinder Patrick Stauffacher, Robin Schmanau und Blerton Gashi sitzen mit ihren Ingwer-Likör-Flaschen im Peggy O’Neills, welches das Getränk seit einiger Zeit in seinem Sortiment führt. (Bild: Reto Martin)

Wer zu tief ins Glas schaut, bräuchte für den Kater am Tag danach am besten einen Doktor. Wer «Dr. Ginger» trinkt, hat den Arzt wortwörtlich schon beim Trinken dabei. «Wir wollten einen internationalen Namen mit Ingwer und dem Gesundheitsaspekt drin», sagt der Frauenfelder Robin Schmanau zur Namensgebung des Ingwer-Likörs, den er mit seinen beiden Jugendfreunden Patrick Stauffacher und Blerton Gashi produziert.

Was seinen Ursprung vor Jahren als spontane Schnapsidee gefunden hat, kommt nun so richtig ins Rollen. «Nachdem sie mich angefragt haben, hat es mir so richtig den Ärmel reingenommen», meint der 25-jährige Schmanau, der als Lebensmitteltechniker sein Verdienst am heutigen Getränk hat.

Grosse Nachfrage um die Weihnachtszeit

Der Ingwer-Likör enthält keinen Zusatz wie Farbstoffe oder Aromen. Zwar wollen die drei Erfinder die Mischung nicht verraten. In der Flasche mit goldener Etikette enthalten sind aber lediglich Wasser, Rohrzucker, Ingwer, Holunderblüten und Zitronensaft. Der 25-jährige Gashi, der sein Einkommen als Sanitär verdient, sagt:

«Wir mischen wie Miraculix in einer Kaltextraktion alles zusammen und lassen alles zwei Wochen stehen.»

Bis «Dr. Ginger» zu dem wurde, was er heute ist, benötigte es eine lange Anlaufzeit. «Lange war er echt ungeniessbar», sagt der 28-jährige Verkaufsleiter Stauffacher.

Seit kurzer Zeit boomt das Geschäft mit «Dr. Ginger», der auch in Frauenfelder Lokalen wie dem Peggy O’Neill’s, Falken-Pub oder Eisenwerk Durst löscht. Schmanau sagt:

«Wir sind teilweise auch erstaunt, wo wir ihn mittlerweile schon finden.»

Hie und da werden die drei «Dr. Ginger»-Erfinder sogar schon auf der Strasse auf ihren Likör angesprochen. Von ihrer Eigenkreation leben können sie noch nicht. «Das braucht Zeit und ist langfristig unser Ziel», sagt Stauffacher. Budgetzahlen können sie keine nennen. «Das variiert je nach Jahreszeit», sagt Gashi. Gerade um die Weihnachtszeit herum mit vielen Märkten würden ihnen die Kunden die Flaschen beinahe aus den Fingern reissen. Den bisherigen Umsatz investieren sie jedenfalls immer wieder zurück – in die Produktion, in Werbung oder in den Internetauftritt.

Ingwer aus China, Zitronen aus Sizilien

Für weitere 10'000 Flaschen «Dr. Ginger» haben die drei Freunde erst gerade Ingwer bestellt. «Für eine halbe Tonne Ingwer hilft Dir auch Coop oder Migros nicht weiter», sagt Stauffacher und lacht. So lernten sie über Vitamin B einen Lieferanten kennen, der ihnen Ingwer aus China und Zitronen aus Sizilien besorgt. Dank Mundpropaganda bestellen bereits grössere Getränkehändler «Dr. Ginger» für ihr Sortiment. Schmanau sagt:

«Gerade kürzlich hat uns jemand angerufen und gesagt, dass wir mit unserem Likör den Vogel abgeschossen haben.»

Im Ausland gibt es den Likör bisher nicht zu kaufen. Dafür gibt einen Schwarzmarkt, meint Stauffacher. «Ich kenne Leute, die Bekannte mit ‹Dr. Ginger› auch in Deutschland versorgen.»

www.drginger.ch

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