Junge Thurgauer Preisträger spielen berührende Musik

Am Sonntagnachmittag fand im Saal des «Thurgauerhof» das Preisträgerkonzert des Thurgauer Musikwettbewerbs 2018 statt. Als Solisten oder im Ensemble holten die jungen Talente eine Auszeichnung ab.

Manuela Olgiati
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Der achtjährige Basil Alder zeigt mit dem Drumset Solo ein beeindruckendes Spiel. (Bild: Manuela Olgiati)

Der achtjährige Basil Alder zeigt mit dem Drumset Solo ein beeindruckendes Spiel. (Bild: Manuela Olgiati)

Festliche Klänge sind verbunden mit Emotion, noch mehr, wenn Kinder und Jugendliche auf einem sehr hohen Niveau mitwirken. Am Sonntagnachmittag traten Musikschüler auf, welche die Jurys an den vier Vorausscheidungen in Arbon, Weinfelden, Kreuzlingen und Frauenfeld mit einem 1. Platz mit Auszeichnung bewertet haben. Der Verband Musikschulen Thurgau führte Anfang November zum zehnten Mal den Musikwettbewerb Thurgau durch. 300 nahmen teil. Am Preisträgerkonzert traten die 60 Besten als Solisten oder im Ensemble auf.

Die Preisträgerinnen und Preisträger freuten sich über ihre Diplome. Bei den Besten sind die Jüngsten acht Jahre alt, die Ältesten 20. Preisträger Gabriel Uebigau hat früh auf dem Waldhorn zu spielen begonnen. Es ist der Spass an der Musik, der ihn motiviert. Der 16-Jährige überzeugte das Publikum mit seinem Auftritt, es ist bereits seine vierte Auszeichnung.

Querflöte, Klavier und Gesang

Die 14-jährige Sophie Bright, eine Musikerin der Swing Kids, bringt im Posaunensolo vollendete Klänge herüber. Mit einem entspannten Lächeln zelebriert Querflötistin Emma Blanke Musik von Mozart. Die 11-Jährige erhielt zum zweiten Mal eine Auszeichnung.

«Ich spiele alle Musikliteratur gern», sagt der 12-jährige Nicolas Messmer von der Musikschule Kreuzlingen. Der Pianist hat den Klavierunterricht mit fünf Jahren begonnen, bei Musiklehrer Timon Altwegg entwickelt er seinen eigenen Musikstil weiter. Auch die beiden Klaviermeister, der 16-jährige Aron Alakmeh und sein 19-jähriger Bruder Tarek Alakmeh beeindrucken im virtuosen, fliessenden Spiel. Wunderschön auch die stimmgewaltigen Einlagen mit Gesangsschülern von Musiklehrerin Alexa Vogel.

Begabtenförderung ist im Thurgau auf Kurs

Von «grossartigen Auftritten», spricht Ständerat Roland Eberle. Unter den Gästen ist viel Prominenz aus Politik, Bildung und Behörden. «Talente auf der Bühne sind ein besonderes Erlebnis», sagt Marie-Theres Dahinden. Die Schulinspektorin des Kantons Thurgau wird früh involviert, wenn es um den Schulwechsel zur Begabtenförderung geht. Grossratspräsident Turi Schallenberg hatte sein Grusswort zum Thema Lebensfreude vorbereitet. Nun sei sein Herzklopfen so gross, weil ihn diese Musik so sehr berühre. Regierungsrat Walter Schönholzer lobte in seinem Grusswort die jungen Musikerinnen und Musiker und ihre Ausbildner.

Andreas Schweizer, der Präsident des Verbandes Musikschule Thurgau, betonte zum Abschluss, dass im Thurgau Begabtenförderung gut auf Kurs sei. «Das intensive Üben stärkt die Teilnehmer fürs Leben.» Mehreren Anwesenden gratulierte die künstlerische Leiterin Julia Kräuchi zudem zu Sonderpreisen.

Hinweis: Die Liste der Preisträger finden Sie hier.