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Die «Crazy Night» in Müllheim ist ein Jungbrunnen für Partygänger

Niemand ist zu alt, um an der Crazy Night am Müllheimer Rosenweiher steil zu gehen. Da kommen auch 85-jährige Damen in Stimmung.
Viola Stäheli
Bild: Andrea StalderBild: Andrea Stalder
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13 Bilder

Die Bilder der «Crazy Night» in Müllheim

Er tanzt auf dem Tisch, oben ohne und mit selbstsicherem Blick: Fritz Frischknecht stiehlt im Waldzelt allen die Show. Er ist aber nicht mehr 20, sondern stolze 72 Jahre alt. Und eigentlich war das ursprünglich auch gar nicht so geplant. Aber als ein paar junge Männer mit entblösstem Oberkörper auf dem Tisch zu tanzen anfingen, lässt sich Frischknecht nicht zweimal bitten.

Jetzt wird er von den umstehenden Gästen bejubelt. Einer ruft ihm zu:

«Ich will genau wie Sie sein, wenn ich alt bin!»

Der Sulgener lacht. Er ist zum ersten Mal an der Crazy Night. «Ich wollte schauen, wie das hier so ist», sagt er.

Eine Staumauer mitten in einem Badeweiher

Die Crazy Night, organisiert vom TV Müllheim, ist tatsächlich eine verrückte Nacht. Zum 25. Mal feiern Jung und Alt am Vorabend des 1. August am Müllheimer Rosenweiher. Das Besondere des Fests sind die eindrücklichen Kulissen, welche die Mitglieder des Turnvereins selbst aufbauen und bis zur Partynacht geheim halten. Heuer wird in und unter einer Staumauer mit Wasserfall gefeiert.

Martha Herzog hat ihre Freundinnen Nelly Künzler und Margrit Wicki an die «Crazy Night» eingeladen. (Bild: Andrea Stalder)

Martha Herzog hat ihre Freundinnen Nelly Künzler und Margrit Wicki an die «Crazy Night» eingeladen. (Bild: Andrea Stalder)

Einen etwas ruhigeren Platz als Frischknecht hat sich die 85-jährige Nelly Künzler aus Weinfelden mit ihren Freundinnen ausgesucht. Sie sitzt mit einer Portion Pommes auf einem Bänkli vor dem Bierzelt. «Ich bin in der Nähe aufgewachsen und ging im Rosenweiher immer baden», sagt sie. Künzler ist zum ersten Mal an der Crazy Night und beeindruckt vom Aufwand, der vom Turnverein für diese eine Nacht betrieben wird. Sie fühlt sich wohl:

«Ich habe schon viele Bekannte getroffen, vorhin auch meine Enkelin!»

Künzler ist mit Margrit Wicki unterwegs, die bald ihren 80.Geburtstag feiert. «Die Kulissen sind wirklich toll», sagt sie.

Der Schwiegersohn hilft seit 25 Jahren beim Aufbau

Wie viel Arbeit dahinter steckt, das weiss die 78-jährige Martha Herzog aus Wigoltingen. Sie war es, die Wicki und Künzler an die Crazy Night eingeladen hat. «Mein Schwiegersohn arbeitet seit 25 Jahren an der Kasse und meine Enkel nehmen sich extra eine Woche Ferien, um beim Aufbau der Kulissen mitzuhelfen», sagt sie. Wicki möchte mit ihrem Besuch die Arbeit ihres Schwiegersohnes und ihrer Enkel wertschätzen.

Aber das ist nicht der einzige Grund:

«Ich liebe es, zwischen all den gutgelaunten jungen Leuten zu sein.»

Die Frauen öffnen die nächste Flasche Rotwein. Die 85-jährige Künzler lacht: «Wasser können wir auch zu Hause trinken.»

Auch die Jungen sind in Feierlaune: Silvan Hausammann, Simon Brühlmann, Simon Siegrist und Kai Vogt. (Bild: Andrea Stalder)

Auch die Jungen sind in Feierlaune: Silvan Hausammann, Simon Brühlmann, Simon Siegrist und Kai Vogt. (Bild: Andrea Stalder)

Für ein Bier hat sich dagegen Silvan Hausammann aus Eggethof entschieden. Der 18-Jährige ist zum ersten Mal an der Crazy Night. Was bei den älteren Damen als Scherz anmutet, ist für junge Männer mal eine Hürde: Bei der Ausweiskontrolle wird geprüft, ob alle Besucher 18 Jahre alt sind.

«Ich habe gehört, dass es hier viel Bier und Mädchen gibt»

meint Hausammann. «Deshalb wollte ich unbedingt herkommen.» Sein Blick wandert bereits zum Partyzelt, er ist in Feierlaune.

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