Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Frauenfelder Jungpartei liebäugelt mit Sitz im Stadtparlament

Rund vier Monate vor den Gemeinderatswahlen gründet sich die Frauenfelder Jungpartei FJP. In ein Korsett wollen sich deren Mitglieder nicht zwängen lassen.
Samuel Koch
Philip Höpli, Felix Wiedersheim und Thomas Högger schielen auf einen Platz im Gemeinderat. (Bilder: Donato Caspari)

Philip Höpli, Felix Wiedersheim und Thomas Högger schielen auf einen Platz im Gemeinderat. (Bilder: Donato Caspari)

Selbst das Beste beginnt irgendwann bei Null. Genau dort befinden sich Philip Höpli, Felix Wiedersheim und Thomas Högger mit ihrer Ende November neu gegründeten Frauenfelder Jungpartei (FJP). Das lässt die drei Jungspunde aber nicht davon abbringen, sich hohe Ziele zu stecken, was bei den Gesamterneuerungswahlen für den Gemeinderat nicht weniger als mit einem Sprung ins Stadtparlament enden soll.

Philip Höpli, FJP-Präsident.

Philip Höpli, FJP-Präsident.

Seit kurzem ist klar, dass sich die drei Freunde, die sich schon seit ihrer Kindheit kennen, auf einer FJP-Liste aufstellen. «Wir wollen keine Hauruck-Übung, sondern in der Politik mitreden», sagt der 31-jährige Parteipräsident und Bauführer Philip Höpli, der die Idee für eine eigene Partei und einen Sitz im Gemeinderat schon länger verfolgt.

Felix Wiedersheim, FJP-Mitglied.

Felix Wiedersheim, FJP-Mitglied.

Politisch lassen sich die drei bisher einzigen FJP-Mitglieder in kein Korsett zwängen. «Wir haben uns die Programme aller Parteien und politischen Gruppierungen angesehen und fühlen uns bei keiner so richtig zugehörig», meint der 30-jährige Berufsoffizier Felix Wiedersheim.

Zwar würden alle drei auf kantonaler und nationaler Ebene am ehesten mit der SVP sympathisieren. «Wir rutschen manchmal in unseren Meinungen aber auch stark nach links ab», sagt Höpli, als sie für die 1:12- oder die Mindestlohn-Initiative stimmten.

Gegen den geplanten Landverkauf an Twerenbold

Auf kommunaler Ebene fokussieren sich die FJP-Mitglieder auf Sachpolitik. Sie sprechen sich etwa für eine «zeitnahe Umsetzung» einer zentrumsnahen Stadtentlastung aus, flankierende Massnahmen seien «reine Symptombekämpfung mit geringem Nutzen».

Thomas Högger, FJP-Mitglied.

Thomas Högger, FJP-Mitglied.

Den geplanten Landverkauf im Sonnmatt an den Reiseveranstalter Twerenbold hingegen wollen die FJP-Mitglieder nicht, denn Gewerbe- und Industrie hätten mehr Rücksicht auf Anwohner und Wohngebiete zu nehmen.

Gross auf die Fahne schreiben sie sich ausserdem gesunde Finanzen ohne eine Erhöhung des Steuerfusses, eine aktive Stadtentwicklung oder eine Stärkung des Sicherheitsgefühls. Von den bewährten Parteien und Gruppierungen in Frauenfeld fehlt den FJP-Mitgliedern hie und da die Transparenz.

«Oft weiss man gar nicht, wer jetzt genau was unterstützt»

monieren sie. Höpli, Wiedersheim und Högger betonen aber auch, dass sie sich von der aktuellen Politik bestätigt und in der Stadt wohlfühlen. «Wir sind nicht unzufrieden, die Stadt lebt», sagt der 31-jährige Polizist Thomas Högger.

Junge Bevölkerung für Politik animieren

Die FJP setzt sich auch zum Ziel, vermehrt Junge für die Politik zu gewinnen und ihnen politisches Interesse schmackhaft zu machen. «Es gibt kein grösseres Privileg als das Stimm- und Wahlrecht», meint Höpli. Die Jungen sollten vermehrt mitbestimmen.

Gross Gedanken über einen Wahlkampf haben sich die drei Jungpolitiker bisher nicht gemacht. Die bevorstehenden Wahlen lassen sie nun auf sich zukommen. Trotzdem sehen sie die Chance auf mindestens einen Sitz im Gemeinderat nicht ganz als unrealistisch an.

«Wir haben ein paar Rechenspiele gemacht und spüren, dass die Rückendeckung aus unserem Bekanntenkreis vorhanden ist»

sagt Philip Höpli. Eine Altersobergrenze gibt es für Wählergruppen oder Mitglieder nicht, wie Högger sagt. «Wir sind eine junge Partei für junge und alte Jungmitglieder.»

Die Vorstellung sämtlicher Listen für die Gemeinderatswahlen vom 31. März folgen zu Jahresbeginn.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.