Der Ostschweizer Solisten- und Ensemble-Wettbewerb in Sirnach musste wegen Corona auf einiges verzichten

Der Ostschweizer Solisten- und Ensemble-Wettbewerb wurde am Wochenende zum 20. Mal ausgetragen.

Christoph Heer
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Spärliche Bestuhlung in Zeiten von Corona: Der zehnjährige Tim Hollenstein aus Lenggenwil tritt erstmals am OSEW in Sirnach auf.

Spärliche Bestuhlung in Zeiten von Corona: Der zehnjährige Tim Hollenstein aus Lenggenwil tritt erstmals am OSEW in Sirnach auf.

(Bild: Christoph Heer)

Es wäre eine Riesensause geworden. Denn am Samstag und Sonntag jährte sich der beliebte Ostschweizer Solisten- und Ensemble-Wettbewerb (OSEW) zum 20. Mal. Insbesondere der Samstagabend wäre, mit einem Unterhaltungs- und Festakt, ganz im Zeichen des runden Geburtstages gestanden.

Ändern kann man nichts mehr, schade ist es trotzdem. Und doch haben der Verein OSEW, der Gesamtvorstand und alle Helfer im Vor- und Hintergrund alles Mögliche unternommen, um den jungen Musikanten erneut bestmögliche Voraussetzungen zu bieten. Mit über 600 Teilnehmern verzeichnete man sogar mehr Musikanten als im vergangenen Jahr, es zeigt auf, wie wichtig diese Durchführung gewesen ist. Denn auch den Nachwuchsmusikern fehlten in den vergangenen Monaten unzählige Auftrittsmöglichkeiten.

Bettina BrauchliVorstand OSEW

Bettina Brauchli
Vorstand OSEW

(Bild: Christoph Heer)

«Wir schauen darauf, dass an den zwei Tagen die Abstände eingehalten werden, zudem verzichteten wir auf den offiziellen Apéro sowie die Festwirtschaft. Auch vollzogen wir die Rangverkündigungen schon kurz nach den Auftritten der verschiedenen Kategorien, so konnten die einen den Festplatz verlassen, während andere erst eintrafen», sagte Bettina Brauchli. Sie gehört als Medienverantwortliche neu zum Vorstand des OSEW.

Vereinspräsident und Sirnacher Gemeindepräsident Kurt Baumann betonte indes, dass an den zwei Tagen rund 2000 Besucher, vom Teilnehmer über Eltern und Angehörige bis Fans, vor Ort gewesen sind. «Natürlich gestaffelt und stets unter Einhaltung aller Covid-Vorschriften.» Baumann bedauerte, dass trotzdem auf den Finalwettbewerb sowie die Auszeichnung des talentiertesten Schlagzeugers verzichtet werden musste. «Im kommenden Jahr wird aber, wenn möglich, alles nachgeholt», sagte Baumann. Die Juroren waren einmal mehr zufrieden. So erklärte Andreas Böhlen, dass eine ausgesprochen aufgeräumte und entspannte Stimmung geherrscht habe. «Tonkultur, Dynamik, Sicherheit, Artikulation oder Rhythmik werden von uns bewertet. Das Wichtigste dabei ist jedoch, dass die jungen Teilnehmer Freude am Musizieren haben», so der Juror. Freude, die hatte auch Tim Hollenstein aus Lenggenwil. «Ich habe zum ersten Mal teilgenommen und bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Es hat Spass gemacht», sagte der zehnjährige Kornettist.

Das OSEW wird sich verändern, insbesondere der Vorstand. Präsident Kurt Baumann will Ende 2020 sein Amt abgeben und auch weitere Mitglieder wollen sich zurückziehen. Dementsprechend macht Verena Fehr den Aufruf, dass sich Interessierte unbedingt melden sollen. «Dieser Anlass muss weiter bestehen.»

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