Jodel neben Mundart-Rap auf der Bühne in Buch bei Frauenfeld

Der Männerchor Buch verblüffte an der Abendunterhaltung in der Turnhalle mit neuen Klängen.

Christine Luley
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Der Männerchor Buch und Dirigent René Aebi als Rapper. (Bild: Christine Luley)

Der Männerchor Buch und Dirigent René Aebi als Rapper. (Bild: Christine Luley)

«Irgendwo am Horizont, der Zeit voraus, fängt die Zukunft an», beginnt der Schlager «Flieg, junger Adler», das Motto der Abendunterhaltung. Für den Männerchor Buch ist das Programm, denn der 13-jährige Jan Hofer ist kurzfristig für den verunfallten Schlagzeuger eingesprungen.

«Jascha spielt auf» nimmt das Publikum mit in ein Dorf an der Wolga. Gefühlvoll singen die Männer von zwei Liebenden. Die Sänger sind mit ihrem Dirigenten sehr zufrieden. Bezeichnen ihn als stark und dynamisch.

«René Aebi hat ein gutes Gespür und formt uns seit 20 Jahren»

verrät Vizepräsident Peter Langhart. Der Chor zählt über 40 Mitglieder. Die Jüngsten sind etwas über 20, die Ältesten um die 80. «Der Mix zwischen Jung und Alt funktioniert», sagt Langhart und berichtet vom aktiven Vereinsleben und den gemeinsamen Reisen.

Aebi verblüfft mit Steimanndli-Rap

Beim Abstecher in die Berge pflücken die Buchemer «die Alpenrose». Talerschwingen und Jodelklänge erklingen. Aebi verblüfft mit seinem Steimanndli-Rap: «Hey Lüüt, ich rüef euch uf, bigit ein Stei uf en andre druf, eso chöi mir üs vernetzä, Stei um Stei es Zeichä setzä». Corinne Wattinger begleitet am Schwyzerörgeli, Michael Thum an der Gitarre. Das Publikum ist begeistert.

Vor der Theateraufführung verpasst Maskenbildnerin Nadia Schmid den Akteuren den letzten Schliff. Im Stück geht um Nachbarn, die das Heu nicht auf derselben Bühne haben. «Max von Stetten, Fabrikant», stellt sich der eine vor. – Ein Moment der Stille, bis die Souffleuse Yvonne Langhart flüstert:

«Ich bin de Grossbuur Heinz Matter.»

Das Publikum lacht und klatscht. Man kennt sich, denn Schauspieler Urs Wattinger ist im wirklichen Leben auch Landwirt. In der Hauptrolle verkörpert Bruno Lenz den sensiblen aber auch spassigen Strassenarbeiter Heiri Mutschli. «Trotzchöpf» sorgt für viel Heiterkeit.

Weitere Vorstellungen: 13., 15. und 16. Februar. Reservationen: 052 747 17 05