Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Verkehrsberuhigung auf der Eschliker Bahnhofstrasse: Der Gemeinderat antwortet auf die Petition der Grünen

Mittels Petition hatten die Grünen den Gemeinderat aufgefordert, den Verkehr auf der Bahnhofstrasse zu beruhigen. Nun haben sie die Antwort erhalten – und sind grundsätzlich zufrieden.
Roman Scherrer
Die Eschliker Grünen mit Gemeindepräsident Hans Mäder bei der Petitionsübergabe auf der Bahnhofstrasse. (Bild: Olaf Kühne)

Die Eschliker Grünen mit Gemeindepräsident Hans Mäder bei der Petitionsübergabe auf der Bahnhofstrasse. (Bild: Olaf Kühne)

Konkrete Forderungen haben sie in ihrer Petition nicht formuliert. Vielmehr haben die Eschliker Grünen den Gemeinderat aufgefordert, «unverzüglich Massnahmen zur Verkehrsberuhigung zu planen, um die Lebensqualität zu verbessern». 360 Eschlikerinnen und Eschliker haben die Petition unterschrieben, welche die Grünen vergangenen Februar Gemeindepräsident Hans Mäder übergeben konnten.

Das Petitionskomitee «Verkehrsberuhigung Bahnhofstrasse Eschlikon» hat nun Post aus dem Gemeindehaus erhalten. In einem vierseitigen Schreiben antwortet der Gemeinderat auf das Anliegen der Petitionäre. Auch diese Antwort ist in vielen Punkten wenig konkret. Die Behörde äussert aber durchaus Verständnis:

«Der Gemeinderat ist sich bewusst, dass der stetig zunehmende Verkehr im Dorf und insbesondere auf der Bahnhofstrasse eine grosse Herausforderung für Eschlikon darstellt.»

Kurt Egger, Präsident der Grünen Ortspartei begrüsst die Rückmeldung. «Der Gemeinderat hat sich Zeit genommen für die Beantwortung und dafür Abklärungen getroffen. Das ist ein erster positiver Schritt», sagt er.

In vier Ebenen aufgeteilt

In seinem Antwortbrief betont der Gemeinderat, dass er bereits 2016 das Thema Bahnhofstrasse als «Haupthandlungsfeld» für das Jahr 2020 festgelegt habe. Die Verbesserung der Situation auf der Hauptstrasse hat die Behörde in vier Ebenen gegliedert: Entlastung, Beruhigung, Minderung und Sicherheit.

Unter Ersterem wird darauf verwiesen, dass der Kanton Thurgau eine Eschliker Umfahrung aus dem Richtplan gestrichen hat. Allerdings habe sich das kantonale Tiefbauamt bereit erklärt, mit der Gemeinde eine Machbarkeitsstudie für eine Entlastung der Ortsdurchfahrt durchzuführen. «Die Grundlagen sollen bis Ende 2019 vorliegen», schreibt der Gemeinderat. Konkrete Resultate könnten 2021 vorliegen.

Unter dem Punkt Beruhigung setzt die Behörde auf das im Agglomerationsprogramm der dritten Generation vorgesehene Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) der Bahnhofstrasse: «Mit Bestimmtheit werden die beiden Aspekte ‹Beruhigung› und ‹Sicherheit› eine grosse Rolle spielen.» Noch ist offen, welche Massnahmen das BGK beinhalten wird. Der Gemeinderat erachtet aber eine Realisierung bis ins Jahr 2024 als realistisch.

Bemühungen zur Verkehrsminderung

Die Ebene Minderung sieht er als die schwierigste an. Unter anderem «weil die Gemeinde hier auf die Verkehrsteilnehmenden und deren Willen zur Änderung ihrer Gewohnheiten angewiesen ist». Der Gemeinderat betont im Schreiben aber seine Bemühungen, die zur Verkehrsminderung beitragen könnten.

So mache er sich etwa stark für gute Verbindungen im öffentlichen Verkehr, für Car Sharing oder einen Coworking-Space. Unter dem Aspekt Sicherheit hebt der Gemeinderat den Fussgängerübergang auf Höhe der Post hervor, der nun realisiert wird. Obwohl er die ausführliche Petitionsantwort schätzt, ist für Kurt Egger klar:

«Der Gemeinderat muss jetzt dran bleiben.»

Kurt EggerPräsident Grüne Eschlikon

Kurt Egger
Präsident Grüne Eschlikon

In der Petition stand geschrieben, dass erste Schritte 2020, mit der Eröffnung der Sirnacher Umfahrungsstrasse «Spange Hofen», umgesetzt sein sollen. «Uns ist klar, dass in einem Jahr nicht die ganze Bahnhofstrasse umgebaut werden kann», sagt Egger.

Er erwartet aber, dass bis zur Eröffnung der «Spange Hofen» – die Eschlikon zusätzlichen Durchgangsverkehr bringen dürfte – zumindest weitere Abklärungen getroffen sind. Zudem soll das BGK möglichst schnell konkretisiert werden.

Im Moment seien die Petitionäre zufrieden, der Gemeinderat habe mit seiner Antwort den guten Willen gezeigt. «Sollte aber bis Anfang nächstes Jahr in dieser Sache nichts passieren, würden wir schon wieder aktiv werden», sagt Kurt Egger.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.