Jetzt ohne Gegenwind: Die evangelische Kirchgemeinde Münchwilen-Eschlikon hat sich beruhigt

Lange Zeit war es unruhig in der evangelischen Kirchgemeinde Münchwilen-Eschlikon. Nach einigen Behördenwechseln, auch im Präsidentenamt, hat sich nun eine Stabilität gebildet. Ernst Berger wird neu ein Teil davon.

Christoph Heer
Merken
Drucken
Teilen
So sieht die aktuelle Kirchenvorsteherschaft der Evangelischen Kirchgemeinde Münchwilen-Eschlikon aus: Heinrich Krauer (Präsident), Daniela Frischknecht, Armin Müller, Elisabeth Linder, Emil Hörnlimann, Ernst Berger (neu). Die verbleibende Vakanz soll am 7. Juni besetzt werden.

So sieht die aktuelle Kirchenvorsteherschaft der Evangelischen Kirchgemeinde Münchwilen-Eschlikon aus: Heinrich Krauer (Präsident), Daniela Frischknecht, Armin Müller, Elisabeth Linder, Emil Hörnlimann, Ernst Berger (neu). Die verbleibende Vakanz soll am 7. Juni besetzt werden.

(Bild: Christoph Heer)

Einst trat die ganze Vorsteherschaft geschlossen zurück. Man begann fortan und von Grund auf, eine neue und strukturierte Basis aufzubauen. Was folgte waren mehrere Präsidentenwechsel und zahlreiche Kurswechsel, die eher intern abgehandelt, besprochen und vollzogen worden sind.

Seit zwei Jahren wird jetzt das Kirchenschiff von Heinrich Krauer gesteuert. Der jetzige und für die kommende, vierjährige Legislaturperiode wiedergewählte Präsident erntet Lorbeeren. «Mit Heini Krauer ist endlich Ruhe eingekehrt», sagt Vizepräsident Armin Müller. «Er hat mit seinem fleissigen Schaffen dafür gesorgt, dass unser Kirchenschiff endgültig in ruhigem Gewässer angekommen ist.» Mit seinem stets freundschaftlichen Umgang gehe er vorbildlich voran. «An den monatlich stattfindenden Behördesitzungen kann er dann aber schon auch mal etwas lauter werden, oder eine nicht enden wollende Diskussion stoppen. Dank seinem Fleiss und ungebrochener Motivation, sind wir jetzt soweit, dass wir uns wieder um wichtige Gemeindeaufbauarbeiten kümmern können.» Der Vizepräsident selbst nimmt seit 2015 Einsitz in der Vorsteherschaft und hat dementsprechend noch einige stürmische Jahre miterlebt.

Unlängst haben jedoch Stefan Forster (seit 2017) und Marlène Högger (seit 2012) ihre Rücktritte aus der Kirchenvorsteherschaft bekannt gegeben. An der Budgetgemeindeversammlung am Mittwochabend, an welcher 65 Stimmberechtigte teilgenommen haben, konnte mit Ernst Berger (Eschlikon) ein neues Mitglied im Gremium willkommen geheissen werden. Auf Berger entfielen an der geheimen Wahl 60 Stimmen.

Der zweite frei gewordene Sitz bleibt noch vakant. So setzt sich fortan die Kirchenvorsteherschaft wie folgt zusammen. Heinrich Krauer (Präsident), Armin Müller (Vizepräsident), Daniela Frischknecht, Emil Hörnlimann, Elisabeth Hinder (alle bisher) und Ernst Berger (neu). Zeitgleich läuft die Evaluation eines neuen Kirchenpflegers. Dies, weil Flavia Peter nach 15-jähriger Amtstätigkeit ihren Rücktritt auf dieses Jahr hin bekannt gegeben hat. Die Zeichen hierbei stehen aber auf grün. Es werden bis zur nächsten Kirchgemeindeversammlung am 7. Juni noch weitere Abklärungen getroffen. Heinrich Krauer sagt, dass man mit einer äusserst geeigneten Person schon intensive Gespräche führen konnte. «Sobald für beide Seiten alles geklärt ist, stellen wir den neuen Kandidaten, oder die neue Kandidatin, gerne vor.» Laut Krauer handelt es sich um ein hiesiges Kirchgemeindemitglied, welches für dieses rund 30-prozentige Pensum, fachlich äusserst gut geeignet sei.

Budget rechnet mit Aufwandüberschuss

An der Budgetgemeindeversammlung in der Kirche Münchwilen wurde auch über das Budget des laufenden Jahres abgestimmt. Der 65-köpfige Souverän stimmte hierbei dem prognostizierten Aufwand in der Höhe von 1'546'062 Franken bei einem Ertrag von 1'457'855 Franken und somit dem Aufwandüberschuss von 89'033 Franken einstimmig zu.