«Jetzt lueget mir eifach vorwärts»: Industrie & Gewerbeverein Untersee und Rhein tagte im Freudenfels

Coronabedingt waren an die Mitgliederversammlung des Industrie & Gewerbervereins Untersee und Rhein nur gerade die Hälfte der 43 Mitglieder gekommen. Ein gewisser Optimismus war am Dienstagabend dennoch spürbar.

Margrith Pfister-Kübler
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Konsequent coronakonform: Der Vorstand des Industrie & Gewerbevereins Untersee und Rhein: (vorne) Präsident Philipp Purtschert, Vizepräsident Philipp Schwarzer. Zweite Reihe.: Vorstandsmitglieder Elisabeth Sulger Büel, Barbara Müller und Thomas Graf.

Konsequent coronakonform: Der Vorstand des Industrie & Gewerbevereins Untersee und Rhein: (vorne) Präsident Philipp Purtschert, Vizepräsident Philipp Schwarzer. Zweite Reihe.: Vorstandsmitglieder Elisabeth Sulger Büel, Barbara Müller und Thomas Graf.

(Bild: Margrith Pfister-Kübler)

IGUR, der Industrie & Gewerbeverein Untersee und Rhein, stellt sich dem Coronadruck. Dies zeigte sich an der Mitgliederversammlung des Vereins für Mittel- , Kleingewerbe und Solo-Selbständige am Dienstagabend im Seminar- und Tagungszentrum Schloss Freudenfels oberhalb Eschenz. Von den 43 Mitgliedern, die alle zusammen total rund 600 Arbeitsplätze in der Region bieten, war nur rund die Hälfte zur Versammlung gekommen, alle mit Maske.

«Jetzt lueget mir eifach vorwärts und hoffet, dass es schnell wieder berguf goht», sagte Präsident Philipp Purtschert, Mister T-GmbH, und P+P Reklamen AG, Eschenz, mit schwarzer Smily-Maske und ergänzte: «Man muss trotz schwarzen Zeiten ein Lächeln im Gesicht haben». Die Jahresgeschäfte gingen flugs über die Bühne, auch der Jahresbeitrag von 100 Franken. «Davon gehen 55 Franken an den Thurgauer Gewerbeverband», so Kassierin Barbara Müller, Kaltenbach (Müller Metallbau AG).

IGUR setzt auf die Region, denn wer wisse, dass die Lösung vor seiner Türe liege, surfe nicht einfch nach dem tiefsten Preis ohne Beratung, Service und Garantie. Dies sichere auch Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Region, generiere Steuern für die Gemeinden und sichere die Zukunft.

IGUR wurde im Juni 2015 gegründet, damals mit 26 Mitgliedern, aktuell sind es schon 43. Das Credo: Gemeinsam für eine starke Region eintreten. Aufgrund des Coronavirus sei zwar alles etwas anders, aber die IGUR-Mitglieder klagten nicht. Speziell in der Bau- und Architekturbranche, Wohngestaltung, Gartengestaltung, Immobilien, Metallbau laufe es noch gut.

«Bis jetzt haben wir es noch immer geschafft», sagte Beton-Unternehmer Max Möckli, Schlatt. «Es läuft gut», so Patrick Bantli, Eschenz, Architektur und Holzbau. «Keine Probleme» erklärt Fridolin Reutimann, Gartenbau, Eschenz. «Die Auswirkungen von Corona kommen erst später» vermutet Barbara Müller, Müller Metallbau AG, Kaltenbach. Ein Highlight des Abends war der informative Rundgang durch das Schloss Freudenfels, Seminar- und Tagungszentrum, unter der Führung von Hans Rudolf Maag, VR-Präsident Schloss Freudenfels. Auch Freudenfels ist Mitglied von IGUR.