Erster Corona-Fall im Thurgau +++ 47-jährige Ärztin wurde positiv auf das Virus getestet +++ gut 45 Personen in Quarantäne

Um 11 Uhr hat der Kanton Thurgau zu einer Medienkonferenz eingeladen. Thema ist die erste Person im Kanton, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurde.

Larissa Flammer
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Der Kanton informiert über den ersten Fall: Kantonsärztin Agnes Burkhalter, Karin Frischknecht, Leiterin Amt für Gesundheit, Regierungspräsdient Jakob Stark, Chef Departement Finanzen und Soziales, Regierungsrätin Cornelia Komposch, Chefin Kantonaler Führungsstab.

Der Kanton informiert über den ersten Fall: Kantonsärztin Agnes Burkhalter, Karin Frischknecht, Leiterin Amt für Gesundheit, Regierungspräsdient Jakob Stark, Chef Departement Finanzen und Soziales, Regierungsrätin Cornelia Komposch, Chefin Kantonaler Führungsstab.

Bild: Donato Caspari
11:33 Uhr

Damit ist die Pressekonferenz beendet, es werden noch individuelle Fragen beantwortet.

Wir bedanken uns bei unseren Lesern für das Interesse und halten sie auf unserer Website und im Print weiter auf dem Laufenden.

11:31 Uhr

Zum Glück sei es im Thurgau bezüglich Panik in der Bevölkerung überschaubar ruhig, sagt die Kantonsärztin. Die Spital Thurgau AG kann geordnet arbeiten.

Vor dem Notfall in den beiden Kantonsspitälern gibt es eine Triage. Potenzielle Corona-Virus-Patienten werden in einem Baucontainer empfangen, damit sie nicht in den Notfall gehen und eventuell weitere Personen infizieren, sagt Amtsleiterin Frischknecht.

Die Triage beim Kantonsspital Frauenfeld. Schilder weisen zum Container, wo Corona-Verdachtsfälle empfangen werden.

Die Triage beim Kantonsspital Frauenfeld. Schilder weisen zum Container, wo Corona-Verdachtsfälle empfangen werden.

Bild: Donato Caspari
11:29 Uhr

Für isolierte Personen, die keine Unterstützung haben, würden die Zivilschützer vorbeigehen, Lebensmittel besorgen oder Abfall entsorgen. Die Betroffenen werden unterstützt, betont Komposch.

11:26 Uhr

Die ermittelten Personen, die isoliert werden müssen, werden ärztlich kontaktiert. Es muss ermittelt werden, wie diese Personen wohnen. Die Isolierten müssen auch danach in der Quarantäne täglich kontaktiert werden, sie müssen ihre Temperatur messen und ihr Befinden beobachten und angeben.

Diese Personen erhalten Masken. «Diese sind ja Mangelware, gezielt geben wir sie ab», sagt Burkhalter. Auch andere Bedürfnisse können die Isolierten anmelden.

11:25 Uhr

Schulkinder sind keine positiv getestet, deshalb müssen Schulen keine zusätzlichen Massnahmen treffen, sagt Amtsleiter Beat Brüllmann. «Schule findet statt.»

11:25 Uhr

Die infizierte Ärztin ist nicht im Spitalumfeld tätig. Mehr kann die Kantonsärztin nicht sagen.

11:23 Uhr

Kantonsärztin Agnes Burkhalter erklärt, wie Personen ermittelt werden, die isoliert werden müssen. Man muss mehr als 15 Minuten nah mit einer infizierten Person Kontakt gehabt haben, um gefährdet zu sein. Bei der infizierten Ärztin erfüllen 30 Personen diese Kriterien, sie werden jetzt isoliert.

Wie viele dieser Personen zur Risikogruppe gehören, kann die Kantonsärztin noch nicht sagen. Verhindern, dass diese Personen krank werden, könne man nicht mehr. Aber man kann versuchen zu verhindern, dass die den Virus weitertragen, falls sie infiziert sind.

11:20 Uhr

Zur Befindlichkeit in der Bevölkerung sagt Jakob Stark: «Das Verständnis für die Behörden ist da.»

Karin Frischknecht sagt, dass auch noch viele Anrufe direkt zum Amt für Gesundheit kommen. Sie ruft dazu auf, die Hotline zu kontaktieren. Das Amt sei anderweitig beschäftigt.

11:19 Uhr

Die Durchhaltefähigkeit der involvierten Ämter sei ein zentrales Thema, sagt Cornelia Komposch. Wichtig sei da der Zivilschutz: bei der Hotline und bei der Betreuung der isolierten Personen.

Die im Einsatz stehenden Zivilschützer sind vom Kantonalen Katastrophen Einsatzelement. Sie wurden speziell für die aktuelle Lage einberufen, die jeweiligen Arbeitgebenden hatten bisher Verständnis, sagt Komposch.

Etwa zehn Leute haben bisher die Hotline betreut.

11:14 Uhr

Für Jakob Stark ist Sachlichkeit wichtig. «Wir müssen Respekt haben, aber keine Panik.»

Keine Hände zu schütteln sei vor allem für Politiker schwierig, scherzt der Regierungspräsident. «Zum Glück bin ich nicht im Wahlkampf.»

11:13 Uhr

Stand Freitagmorgen wurden im Thurgau 101 Personen negativ getestet, 2 Tests sind noch ausstehend, 1 Person wurde positiv getestet.

Die infizierte Person ist eine 47-jährige Thurgauer Ärztin aus dem Raum Kreuzlingen. Sie hat sich im privaten Umfeld bei einer Person aus der Schweiz angesteckt. Sie kann zu Hause bleiben, auch ihre beiden schulpflichtigen Kinder, die negativ getestet wurden, sind zu Hause.

Personen, mit denen die Ärztin auch bei der Arbeit Kontakt hatte, wurden informiert und zu Hause in Quarantäne gestellt. Ungefähr 14 Personen sind seit Mittwoch sowieso schon in Quarantäne, nochmals 30 werden jetzt wegen der infizierten Ärztin isoliert.

11:10 Uhr

Karin Frischknecht, Leiterin des Amts für Gesundheit, bedankt sich für die Unterstützung von allen Seiten. Bei der Hotline kommen Fragen zur Gesundheit, zur Prävention und zu Veranstaltungen rein. Rund 1000 Anfragen zu Veranstaltungen seien bereits eingetroffen. Alles nach dem 15.März muss warten, weil der Bund zuerst entscheiden muss, wie es dann weitergeht.

Die Besucherzahlen auf der Website mit dem Fachdossier Corona-Virus zeigen, dass ein Bedürfnis nach Informationen da sei.

11:06 Uhr

Jetzt übernimmt Cornelia Komposch, Chefin des kantonalen Führungsstabs. Die Lage im Kanton werde laufend beobachtet. Vorbereitungsmassnahmen wurden koordiniert. Schon vier Tage nachdem der Fachstab Gesundheit einberufen wurde, reichten die Ressourcen beim Amt für Gesundheit nicht mehr. Deshalb wurde der Fachstab auf den kantonalen Führungsstab ausgeweitet. Das Erfüllen der Aufgaben klappe gut.

160 bis 180 Anrufe gehen täglich bei der Hotline im Galgenholz ein. Jetzt werde die Hotline ausgeweitet und auch am Wochenende von 8 bis 18 Uhr in Betrieb sein. Der Zivilschutz betreibt die Hotline und ist auch für die Quarantäne zuständig. (Nummer: 058'345'34'40)

11:04 Uhr

«Es ist wichtig, dass die Empfehlungen des Bundes auch eingehalten werden», betont Stark. Jetzt gehe es darum, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Der Regierungsratspräsident zeigt das Faktenblatt des Bundes und erläutert die Empfehlungen. Man müsse selber Verantwortung übernehmen. Ältere Menschen sollten zudem weniger Veranstaltungen besuchen und besonders aufpassen. Besuche in Alters- und Pflegeheimen sollen eingeschränkt werden.

11:02 Uhr

Der Chef des Departements für Finanzen und Soziales, zu dem auch der Bereich Gesundheit gehört, informiert über die Lage, wie sie der Bund einstuft. Er fasst die getroffenen Massnahmen auf nationaler Ebene zusammen.

11:00 Uhr

Das Medieninteresse ist gross. Jakob Stark informiert: Wir dürfen uns die Hand nicht mehr geben. Das gelte jetzt für längere Zeit.

10:58 Uhr

Neben den bereits erwähnten Personen sind auch Beat Brüllmann, Chef des Amts für Volksschule, und Daniel Wessner, Chef des Amts für Wirtschaft und Arbeit, anwesend.

10:27 Uhr

Im Kanton Thurgau ist die erste Person positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Um 11 Uhr geben Auskunft: Regierungspräsident Jakob Stark, Regierungsrätin Cornelia Komposch, Chefin des kantonalen Führungsstabes, Kantonsärztin Agnes Burkhalter und Karin Frischknecht, Leiterin des Amtes für Gesundheit.

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