Jetzt folgt im Gemeinschaftsgarten in Frauenfeld wieder die grosse Erntezeit

Im Gemeinschaftsgarten des Vereins «Offenes Gärtnern in Frauenfeld» am Kanalweg wächst es. Die Aktiven haben alle Hände voll zu tun.

Samuel Koch
Drucken
Teilen
Katharina Portmann und Walter Kröni im blühenden Garten. Kröni wäscht gerade sein frisch geerntetes Gemüse.

Katharina Portmann und Walter Kröni im blühenden Garten. Kröni wäscht gerade sein frisch geerntetes Gemüse.

Bild: Samuel Koch

Überdimensionale, grüne Zucchetti, eine gelbe Zucchini sowie einen Grünkohl legt Katharina Portmann in eine Holzkiste, die sie am Kanalweg auf einen Sockel stellt. «Zum Mitnehmen» steht auf einem Holzschild darüber. Portmann lacht und sagt:

«Am Abend ist die Kiste immer leer.»

Sie ist Gartenkoordinatorin im Gemeinschaftsgarten des Vereins Offenes Gärtnern in Frauenfeld (OGiF), der seit 2015 besteht und mittlerweile ein 3800 Quadratmeter grosses Feld bewirtschaftet. Aktuell ernten die rund 80 aktiven Mitglieder derart viel Gemüse und Kräuter, dass der Verein einzelne Lebensmittel verschenkt.

Die prall gefüllte Holzkiste mit Gemüse zum Mitnehmen.

Die prall gefüllte Holzkiste mit Gemüse zum Mitnehmen.

Bild: Samuel Koch

Aktivmitglied Walter Kröni putzt unter dem fliessenden Wasser gerade einen Bund Rüebli und eine Rande, die er auf seinen drei Quadratmetern gesetzt, gepflegt und jetzt geerntet hat. «Er ist unser Komposter», sagt Portmann liebevoll. Denn der Kompost sei das Herz eines jeden Gartens. «Das ist unser Naturdünger», sagt Kröni und zeigt die verschiedenen Stufen der Kompostverarbeitung, bis die Erde nährstoffreich wieder im Gemeinschaftsgarten verwendet werden kann.

Fokus auf biologischen Anbau

Einzelne Sonnenblumen überragen Portmann und Kröni bei weitem, ganz ohne chemischen Dünger. Darauf fokussierten die OGiF-Mitglieder, wie Portmann sagt. Im Gemeinschaftsgarten engagieren könne sich, wer wolle. Ebenso könne jeder frei entscheiden, was auf seinen Flächen angepflanzt wird. «Aber wir setzen ganz auf biologischen Anbau ohne chemische Zusätze», sagt Portmann.

Mittlerweile gehen am Kanalweg Gartenliebhaber ständig ein und aus, mit unterschiedlichen Kenntnissen und unterschiedlicher Herkunft. «Für viele ist der Garten eine tolle Freizeitbeschäftigung», erzählt Portmann. Für sie ist der Verein jedoch viel mehr. «Ich bin oft da und auch Ansprechpartner für viele», sagt sie. Derweil verabschiedet sich Walter Kröni mit seinem frisch geernteten Bund Rüebli und seiner Rande.

Weitere Infos unter: www.offenesgaertnerninfrauenfeld.com

Mehr zum Thema