Jetzt erstrahlen farbige Schneelocken am Silo der Komturei Tobel

Schon oft geisterten Ideen herum, wie und was man aus dem Silo der Komturei Tobel machen könnte. Maria Fässler und Monika Kind haben nun ihren Grundgedanken umgesetzt – ihre Schneelocken bringen etwas Orientalisches auf das Komtureigelände.

Christoph Heer
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Farbig erstrahlen die unzähligen Schneelocken am Silo in der Komturei. Zwei Monate arbeiteten Maria Fässler und Monika Kind daran.

Farbig erstrahlen die unzähligen Schneelocken am Silo in der Komturei. Zwei Monate arbeiteten Maria Fässler und Monika Kind daran.

(Bild: Christoph Heer)

Aus einer 30-jährigen Freundschaft kann vieles entstehen. Bei Maria Fässler und Monika Kind (beide aus Tobel) ist das nicht anders. Ihre neuste Errungenschaft hängt ab sofort am Silo beim Eingangsbereich zur altehrwürdigen Komturei. Zusammen haben sie im vergangenen Winter, während zweier Monate, an ihren unzähligen Schneelocken gearbeitet. «Uns geisterten schon oft Ideen im Kopf herum, wie wir aus dem 1953 erbauten Silo etwas Farbiges errichten könnten. Als wir im Weinfelder Wollenfachgeschäft ‹Masche für Masche› auf die Schneelocken gestossen sind, war uns klar, das müssen wir auch versuchen.»

Mit ihren Schneelocken wollen die Macherinnen dem Silo einen orientalischen Touch verpassen.

Mit ihren Schneelocken wollen die Macherinnen dem Silo einen orientalischen Touch verpassen.

(Bild: Christoph Heer)

Nicht lange dauerte es und die beiden sammelten und kauften Restposten an Wolle und Garn und machten sich an die Arbeit. «Natürlich klärten wir es zuerst mit der Stiftung Komturei ab, ob wir unsere Schneelocken überhaupt am Silo anbringen dürfen», sagt Maria Fässler, die einst selber Stiftungsratsmitglied war.

Vom Amt für Denkmalschutz Kanton Thurgau wird das Silo im Hinweisinventar als architektonische Kuriosität bezeichnet. Die drei Silos stehen seit vielen Jahren nordostseitig des Komtureiareals und fristeten bis anhin ein eher legeres Dasein. Mit den «kuriosen» Schneelocken wird der Stahlbetonkonstruktion aber farbiges Leben eingehaucht.

«Ergänzend zu unseren mehrfarbigen Strickereien wächst jetzt auch der Hopfen am Silo empor.»

Monika Kind sagt dazu, dass, je nachdem wie die Sonne steht, ein faszinierendes Licht- Schattenspiel entsteht. «Ergänzend zu unseren mehrfarbigen Strickereien wächst jetzt auch der Hopfen zunehmends am Silo empor, ein schönes Zeichen unserer beinahe unberührten Natur innerhalb der Komturei», sagt Monika Kind. Langsam kehrt auch hier wieder Leben ein. Nach dem Covid-19 Shutdown und der jetzigen Aufhebung vieler Massnahmen, sind die Strickereien absolut ein Besuch wert. Entschleunigung heisst hierbei das Zauberwort, schauen, staunen und geniessen.

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