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Jeder sechste Patient im Kinderspital ist Thurgauer - Komitee wirbt für Spital-Darlehen

Für das Darlehen des Kantons Thurgau an den Neubau des Ostschweizer Kinderspitals in St.Gallen darf ein Ja erwartet werden. Trotzdem macht ein Pro-Komitee Werbung. Vor allem, um die Institution bekannter zu machen.
Larissa Flammer
Vertreten das Komitee: Marina Bruggmann (Kantonsrätin SP), Andreas Guhl (Kantonsrat BDP), Rita Wenger-Lenherr (Stiftungsrätin) und Andrea Vonlanthen (Kantonsrat SVP). (Bild: Larissa Flammer)

Vertreten das Komitee: Marina Bruggmann (Kantonsrätin SP), Andreas Guhl (Kantonsrat BDP), Rita Wenger-Lenherr (Stiftungsrätin) und Andrea Vonlanthen (Kantonsrat SVP). (Bild: Larissa Flammer)

Das Thurgauer Komitee «Pro Kinderspital Ostschweiz» ist politisch breit abgestützt. Präsident und Kantonsrat Andreas Guhl (BDP) erinnerte an einer Medienorientierung in der Weinfelder «Wirtschaft Zum Eigenhof» daran, dass der Grosse Rat das Darlehen über 25 Millionen Franken für den Neubau in St.Gallen sogar einstimmig gutgeheissen hat. Am 23.September soll auch das Thurgauer Volk den Anteil genehmigen.

Das Ostschweizer Kinderspital ist eine Stiftung, Träger sind die Kantone Thurgau, St.Gallen und beide Appenzell sowie das Fürstentum Liechtenstein. Weil es im mehr als 50-jährigen Gebäude nicht mehr genug Platz hat, soll auf dem Areal des Kantonsspitals ein Neubau erstellt werden.

Der Thurgau stimmt als letztes ab

An die Gesamtkosten von 172 Millionen Franken hat der Thurgau als einer der fünf Mitträger einen Beitrag von 25,416 Millionen zu leisten. Kantonsrat und Komiteemitglied Andrea Vonlanthen (SVP) sagte: «Diese 25 Millionen werden als Darlehen nicht nur vorteilhaft verzinst, sondern fliessen nach der Fertigstellung innert 29 Jahren zurück.»

Die anderen Stiftungsträger haben ihre Darlehen bereits gesprochen. Im Kanton St.Gallen sagten mehr als 90 Prozent der Bevölkerung Ja. Vonlanthen sagte: «Es wäre ein Traum, wenn wir im Thurgau auch an die 90 Prozent herankommen würden.»

Ausbildungs- und Arbeitsort für Thurgauer

Die Aadorfer Rechtsanwältin Rita Wenger-Lenherr vertritt den Thurgau im siebenköpfigen Stiftungsrat des Kinderspitals. Auch sie ist Mitglied im kantonalen Pro-Komitee und ging in Weinfelden auf die Frage ein, ob denn eine Stiftung überhaupt noch zeitgemäss ist. Der Stiftungsrat sei «entschieden» der Meinung, dass das Ostschweizer Kinderspital selbständig bleiben soll. Wenger-Lenherr sagte: «Der Einfluss der Kantone wird dadurch deutlich gestärkt.»

Komitee-Mitglied und Kantonsrätin Marina Bruggmann (SP) betonte die Bedeutung des Kinderspitals als überregionales Zentrum für die anspruchsvolle Kinder- und Jugendmedizin. Das Kinderspital in St.Gallen ist zudem Arbeits- und Ausbildungsort. Bruggmann sagte: «Von den rund 850 Mitarbeitenden sind rund 100 im Thurgau wohnhaft.» Vonlanthen ergänzte, dass jeder sechste Patient aus dem Thurgau kommt – aus dem Oberthurgauer sind es sogar deutlich mehr.

Ausstattung soll zum Teil durch Spenden finanziert werden

Der Neubau des Kinderspitals soll mit dem Kantonsspital St.Gallen einen zusammenhängenden Komplex bilden und Synergien nutzen. Die Ausstattung des neuen Gebäudes ist noch nicht finanziert. Der Kanton St.Gallen hat dafür einen zusätzlichen Kredit gesprochen, der Rest soll mit Spenden zusammenkommen. Die Idee dieses Sponsorings legt Vonlanthen auch der Thurgauer Regierung ans Herzen.

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