Jahresbericht
Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel macht 2020 trotz Corona mehr Gewinn

Im vergangenen Jahr hat die Bank 52 Covid-19-Kredite ausbezahlt. Ihr Jahresergebnis konnte sie gegenüber dem Vorjahr gar noch verbessern.

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Die Leitung der Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel mit Philipp Müggler, Simon Dahinden und Christian Konrad.

Die Leitung der Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel mit Philipp Müggler, Simon Dahinden und Christian Konrad.

Bild: PD

(red) Das vergangene Jahr war zwar von der Coronapandemie geprägt. Dennoch konnte die Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel 2020 ein gutes Ergebnis erzielen. So ist der Gewinn um 106'000 Franken auf 913'000 Franken gestiegen und insbesondere im Kundengeschäft konnte die Bank zulegen. Die Kundeneinlagen stiegen um knapp fünf Prozent auf 485,8 Millionen Franken.

«Im Fokus stand eine unkomplizierte und rasche Unterstützung – insbesondere der KMU-Kunden», schreibt die Bank in ihrer Mitteilung. Insgesamt habe sie 52 Covid-19-Kreditanträge verarbeitet und ausbezahlt. Das Gesamtvolumen der ausbezahlten Kredite beträgt mehr als vier Millionen Franken. Die Genossenschaftsbank hat zudem eine eigene Unterstützungsaktion für das lokale Gewerbe lanciert.

Das Zinsengeschäft ist nach wie vor der wichtigste Ertragspfeiler der Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel. Trotz der tiefen Zinsen konnte sie den Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft gegenüber dem Vorjahr um rund 70'000 Franken auf 5,883 Millionen Franken steigern.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (815'000 Franken) habe im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen, der Handelserfolg (289'000 Franken) weist einen leichten Rückgang auf. Der Geschäftsertrag erhöhte sich insgesamt um 461'000 Franken auf rund 7,3 Millionen Franken. Die Kundenausleihungen haben sich im Geschäftsjahr 2020 stabil entwickelt und stiegen um 1,14 Prozent auf 518,9 Millionen Franken.

Weniger Aufwand beim Personal

Der Geschäftsaufwand ist 2020 um 143'000 Franken auf rund 4,1 Millionen Franken gefallen. Aufgrund eines tieferen Personalbestands und trotz eines leichten Anstiegs des Lohnniveaus verzeichnet der Personalaufwand ein Minus von knapp zwei Prozent. Auch der Sachaufwand fiel und ist mit rund 1,45 Millionen Franken knapp sechs Prozent tiefer als im Vorjahr.

Aufgrund der planmässigen Abschreibung auf dem Kernbankensystem sowie der erstmals ganzjährig anfallenden Abschreibungen auf die erneuerte und im Jahr 2019 eingeweihte Geschäftsstelle Tobel erhöhten sich die Abschreibungen auf Sachanlagen um 38 Prozent auf 429'000 Franken. Knapp 2,8 Millionen Franken konnte die Raiffeisenbank als Geschäftserfolg verbuchen, was einem Plus von 16 Prozent entspricht.

Vom Jahresgewinn von insgesamt 913‘000 Franken sollen knapp 860‘000 Franken dem Eigenkapital zugewiesen werden. Trotz des tiefen Marktzinsniveaus beantrage der Verwaltungsrat weiterhin eine Verzinsung der Anteilscheine von sechs Prozent, heisst es in der Mitteilung.

Generalversammlung erneut schriftlich

«Auch dieses Jahr kann die Raiffeisenbank Müchwilen-Tobel die Generalversammlung leider nicht im gewohnten geselligen Rahmen in der Dreifachhalle Waldegg durchführen», schreibt die Bank. Der Verwaltungsrat habe deshalb entschieden, die Abstimmungen wiederum mittels schriftlicher Stimmabgabe durchzuführen. Die Mitglieder sollten die Stimmunterlagen Ende März erhalten und können diese bis am Samstag, 17. April, einreichen.