Jahresbericht
Raiffeisenbank am Bichelsee macht 2020 mehr Gewinn als erwartet

Im vergangenen Jahr hat die Raiffeisenbank am Bichelsee 5,5 Millionen Franken an Covid-19-Krediten ausbezahlt. Zudem konnte sie ihren Gewinn trotz der Pandemie noch steigern.

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Die Bankleitung der Raiffeisenbank am Bichelsee: Daniel Fischer, Leiter Beratung und Vertrieb, Ruedi Bleichenbacher, Vorsitz, Daniel Schwarzenbach, Leiter Services.

Die Bankleitung der Raiffeisenbank am Bichelsee: Daniel Fischer, Leiter Beratung und Vertrieb, Ruedi Bleichenbacher, Vorsitz, Daniel Schwarzenbach, Leiter Services.

Bild: PD

(red) Ruedi Bleichenbacher, Vorsitzender der Bankleitung, ist mit den Zahlen des Abschlusses 2020 der Raiffeisenbank am Bichelsee sehr zufrieden: «Das Wachstum im Kerngeschäft unserer Bank beurteilen wir als sehr gut. Die Zunahme der Kredite um 43,25 Millionen Franken oder 5,6 Prozent freut uns – unter Berücksichtigung des schwierigen Coronaumfeldes hat dieser Wert noch grössere Bedeutung.»

5,5 Millionen Franken wurden im Rahmen des Garantieprogramms des Bundes als Covid-19-Kredite an Unternehmen in der Region ausbezahlt. Das gesamte Kreditvolumen per Ende 2020 beträgt 816 Millionen Franken. Für Daniel Fischer, stellvertretenden Vorsitzenden der Bankleitung, ist es wichtig, dass das Kreditwachstum erreicht wurde, ohne unüberblickbare Risiken einzugehen.

Die Zunahme der Kundengelder von 45,25 Millionen Franken oder 6,7 Prozent zeigt, dass das Vertrauen der Kunden in die Raiffeisenbank am Bichelsee gross ist, schreibt die Bank in ihrer Mitteilung. Ihre Kundengelder per Ende 2020 betragen 722 Millionen Franken.

Gewinn gesteigert

«Trotz Negativzinsen, grosser Konkurrenz und von Unsicherheiten geprägtem Umfeld in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft» konnte die Raiffeisenbank am Bichelsee einen Geschäftserfolg von 4,25 Millionen Franken vorweisen. Der ausgewiesene Reingewinn beträgt 1,2 Millionen Franken (Vorjahr 1,15 Millionen Franken). In Anbetracht der Situation sei diese Zahl über den Erwartungen ausgefallen, wie die Bank schreibt.

Die freien stillen Reserven konnten um 2,8 Millionen Franken erhöht werden. Der Geschäftsaufwand ist 2020 um 4,1 Prozent auf 6,53 Millionen Franken gestiegen.

Ruedi Bleichenbacher hält fest, dass die Raiffeisenbank am Bichelsee über grosses Know-how im Anlagebereich verfüge. «Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft im 2020 betrug 1,45 Millionen Franken.» Dies sei – in Anbetracht der konjunkturellen Lage und der Auswirkungen der Coronakrise – ein sehr guter Wert. «Im Vorjahr haben wir in dieser Ertragssparte 1,19 Millionen Franken erreicht.»

Die Gesamtsteuerbelastung 2020 beträgt rund 360‘000 Franken. Dieser Betrag umfasst die Steuern an den Bund, die Kantone Thurgau und Zürich sowie die Gemeindesteuern für Bichelsee-Balterswil, Turbenthal und Eschlikon.

Schriftliche Abstimmung, keine Feste

Wie im Vorjahr führt die Raiffeisenbank am Bichelsee wegen der anhaltenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Coronapandemie auch 2021 eine schriftliche Abstimmung durch. Entsprechend findet keine Generalversammlung vor Ort statt. Auch die Ende März 2021 geplanten Raiffeisenfeste können nicht durchgeführt werden. Die Unterlagen für die schriftliche Abstimmung sollen am 15. März versandt werden.

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