Islikon
Teilnehmer des US-Car-Treffs geniessen ihre Autos ohne Hektik und Stress

Am ersten US-Car-Treff in Islikon kommen 800 Oldtimer und neuere Autos. Frisch poliert begeistern sie ihr Publikum.

Christoph Heer
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Reise in eine Zeit, als Autos noch keinen Airbag hatten.

Reise in eine Zeit, als Autos noch keinen Airbag hatten.

Bild: Andrea Stalder

Amerika so weit das Auge reicht. An zwei Tagen fahren über 800 Ami-Schlitten auf, fein rausgeputzt und in Reih und Glied parkiert. Da steht der Chevrolet neben dem Pontiac, der Chrysler zwischen der Corvette und dem Mustang, also definitiv ein Paradies für Autofans, die hier voll auf ihre Kosten kommen.

Kaum einer, der nicht Kamera oder Smartphone zückt und die bunten Fahrzeuge knipst. Ein Besucher aus Kreuzlingen fährt, nach eigenen Angaben, zwar einen Renault, doch solche US-Car-Treffs lässt er sich kaum einmal entgehen. «Mich interessiert vor allem die Historie, die sich hinter diesen Autos verbirgt», sagt er und macht von einer roten Corvette einige Bilder.

Auch Ami-Schlitten jüngeren Datums geben sich ein Stelldichein.

Auch Ami-Schlitten jüngeren Datums geben sich ein Stelldichein.

Bild: Andrea Stalder

Organisiert wird dieser erste Treff in Islikon vom Verein Street Billys. Dieser steht auch hinter dem gleichnamigen Autotreff, der jährlich in Sulgen stattfindet. Letzterer musste jedoch coronabedingt schon zum zweiten Mal abgesagt werden. «Umso grösser ist die Freude, dass die Durchführung hier geklappt hat. Das ist bis jetzt wie der kleine Bruder vom US-Car-Treff in Sulgen, dort jeweils mit rund 1000 Fahrzeugen», sagt Mediensprecher Steve Rothenbühler. Er selbst hegt die Faszination für diese amerikanischen Autos, seit er ein kleiner Junge war.

«Hierbei handelt es sich nicht nur um Autos, hinter jedem einzelnen Fahrzeug steckt viel Kultur.»

Die Mitglieder der Street Billys, mitsamt allen Helferinnen und Helfern, begannen erst im Sommer mit der Planung und Durchführung dieses Events. Vollgas hätten sie allesamt gegeben, erklärt OK-Präsident Tim Riebli. «Dass es überhaupt ermöglicht worden ist, verdanken wir der unkomplizierten Mitarbeit der Gemeinde Gachnang, allen Anstössern und natürlich der Landbesitzerin, der Firma Steinemann», sagt Riebli dankend. Die Lorbeeren für die tadellose Organisation dürfen aber mit Bestimmtheit sie selber einheimsen. Von der Festwirtschaft, den Marktständen, dem kurzfristig organisierten Glace stand, den Eingangskontrollen und natürlich der Betreuung der rund 800 amerikanischen Fahrzeugen, alles lief wie geschmiert.

Dieser Chevrolet ist aus Liechtenstein angereist.

Dieser Chevrolet ist aus Liechtenstein angereist.

Bild: Andrea Stalder

Für die Teilnehmer entstand so auch wieder einmal die Möglichkeit, ihre US-Cars zu präsentieren. Fritz Brügger aus Gunterswilen bei Wäldi stellt seinen Pontiac mit Jahrgang 1977 an den Strassenrand und gibt den interessierten Besuchern Auskunft über sein Bijou. «Was für ein herrlicher, toporganisierter Event mit derart vielen Besuchern, wunderbar.»

Und Freddy Bau aus Frauenfeld lobt die Organisatoren. «Hier stimmt einfach alles. Die Atmosphäre, der Publikumsaufmarsch, die vielen hundert Autos, ein tolles Feeling, hier mit dabei zu sein.» Angekommen sind die beiden mit Freddys Chevrolet Jahrgang 1963. «Weisst du, damit fährt man gemütlich, ohne Hektik und Stress.»

Ein stilechtes Outfit ist an einem Oldtimertreffen Ehrensache.

Ein stilechtes Outfit ist an einem Oldtimertreffen Ehrensache.

Bild: Andrea Stalder

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