Interview
«Yoga hat nichts mit Leistung zu tun»: Im Herbst startet in Frauenfeld Kinderyoga

Ab dem 1. September startet im Studio Yogaplace in Frauenfeld wieder Kinderyoga. Die Lektionen finden an fünf Mittwochnachmittagen statt. Studioinhaberin Simone Blöchlinger erzählt, wofür und für wen die Kurse geeignet sind.

Janine Bollhalder
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Was ist speziell an Kinderyoga?

Simone Blöchlinger, Inhaberin Yogaplace Frauenfeld

Simone Blöchlinger, Inhaberin Yogaplace Frauenfeld

Bild: PD

Simone Blöchlinger: Kinderyoga unterscheidet sich insofern von Erwachsenenyoga, als dass viel mehr Bewegung neben der Yogamatte stattfindet. Es fliesst auch mal eine Geschichte ein. Kinderyoga ist allgemein sehr spielerisch. Es gibt auch Yoga speziell für Jugendliche, diese Lektionen sind dann eher sportlich gestaltet.

Seit wann gibt es Kinderyoga in Ihrem Studio?

Kinderyoga bieten wir bereits seit einigen Jahren an. Aufgrund der Pandemie haben wir das Studio schliessen und eine Pause einlegen müssen. Jetzt, nachdem wir schon diverse Anfragen erhalten haben, möchten wir wieder mit dem Angebot starten. Wir halten die Gruppen dabei aber eher klein, also zwischen acht bis zehn Kindern.

Was ist das Ziel von Kinderyoga?

Yoga hat nichts mit Leistung zu tun und ist daher ein Ausgleich zur Schule. Das Ziel ist es, dass die Kinder einfach sein und etwas ausprobieren können, ohne dabei bewertet zu werden. Es gibt während der 45 Minuten sowohl Sequenzen auf der Matte, als auch Sequenzen, in denen die Kinder einfach herumrennen können. Yoga hilft, sich selbst kennen zu lernen. Diese Freiheit ist etwas, was man sonst oftmals nicht hat.

An wen richtet sich Kinderyoga?

An alle Kinder zwischen fünf und elf Jahren – ruhig oder aufgedreht. Es kann auch eine Probestunde gebucht werden, um sicherzugehen, dass dem Kind Yoga gefällt.

Macht Ihr Kind auch Yoga?

Dafür ist mein Bub noch zu klein. Aber ich habe sehr spannende Erfahrungen mit Yoga im Zusammenhang mit meinem Sohn gesammelt. Als er beispielsweise ein Baby war, hat er sich zu Yogaliedern sofort entspannt, während gängige Kinderlieder keine Wirkung hatten. Ich denke, das liegt daran, dass ich während der Schwangerschaft viel Yoga gemacht habe.

Welche zwei Yogaübungen sind für alle Kinder geeignet und können einfach zu Hause nachgemacht werden?

Das wäre beispielsweise Malasana, die Tiefe Hocke. Man steht breitbeinig da und lässt dann das Becken ganz tief sinken, wie es etwa in diesem Video gezeigt wird. Oder was die Kinder auch gerne machen, ist die Kobra. Dabei liegt man, wie in diesem Video gezeigt wird, flach auf dem Bauch und stützt dann die Hände unter den Schultern auf den Boden, um sich mit dem Oberkörper langsam aufzurichten.

Mehr Informationen unter: www.yoga-place.com